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Norbert Prien ist Wirtschaftsförderer der Gemeinde.   

Neuer Wirtschaftsförderer in Markt Schwaben

Norbert Prien soll schlichten

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Das Verhältnis von örtlicher Wirtschaft und Gemeindeveraltung ist getrübt. Norbert Prien, neuer Wirtschaftsförderer in Markt Schwaben, soll nun die Rolle als Vermittler übernehmen.

Markt Schwaben– Eigentlich sind sie im Geiste ja zwei Geschwister – die Markt Schwabener Gemeindeverwaltung auf der einen und die in der Unternehmervereinigung „Markt Schwaben 2030“ seit gut zwei Jahren zusammengeschlossenen Geschäftsleute aus Markt Schwaben andererseits. Beide verfolgen schließlich ein gemeinsames Ziel: Alles zu tun, damit es dem Markt Markt Schwaben als Wirtschaftsstandort noch besser geht.

Doch in letzter Zeit gab es den einen oder anderen, nennen wir es mal, Familienstreit. Es gab Missverständnisse und Provokationen. Auch laute Worten fielen dabei. Nicht alles an Kommunikationsschwierigkeiten blieb zuletzt verborgen. Aber inzwischen gibt es auch schon deutliche Signale, dass man die Fehde beenden und die Kräfte neu bündeln möchte, um dem Ziel wieder spürbar näher zu kommen.

Eine nicht unmaßgebliche Rolle als Vermittler und gemeinsamer Kontaktmann scheint dabei dem neuen Wirtschaftsförderer Norbert Prien zuzukommen. Der ist seit fast einem Monat im Amt; und zwar als Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsbetreuung und Wirtschaftsförderung, wie es offiziell heißt.

Anfang Juli, kurz nach seinem Amtsantritt, hatte Prien bereits die erste Gelegenheit, sich und seinen Aufgabenbereich den Mitgliedern des Marktgemeinderates vorzustellen. Gebürtig ist Prien, studierter Betriebswirtschaftler und Jurist, aus Hannover, aufgewachsen jedoch in Hamburg. Für die Treuhand arbeitete er bereits, verfügt über internationale Erfahrungen und Kontakte, war Firmengründer, Vorstandsvorsitzender eines Unternehmens mit 200 Mitarbeitern. In der Entwicklungshilfe war er tätig, wobei im Plenum die Ländernamen Afghanistan, Kambodscha und Vietnam fielen, arbeitete in Südserbien und als Geschäftsführer in der Medizintechnik. Seit drei Jahren lebt er in Moosinning. Im dortigen Ortsverein der SPD ist Prien laut Homepage der Ortspartei derzeit ihr Schriftführer.

„Als verwaltungsübergreifende Querschnittsstelle verantwortet Herr Prien die kommunalpolitische Rahmengestaltung für erfolgreiches wirtschaftliches Handeln im Markt Markt Schwaben. Zu den wichtigsten Themenfeldern gehören dabei die Vermittlung und Entwicklung von Gewerbe- und Industrieflächen, die Einzelhandelsentwicklung, die Gründungsförderung und das Standortmarketing. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung von Strategien, Projekten und Leistungen wird Markt Schwaben seine Attraktivität als nachhaltig zukunftsfähiger Standort für Unternehmen weiter ausbauen“, heißt es zu seinem ganz speziellen Aufgabenbereich auf der Homepage der Gemeinde Markt Schwaben.

Der Wirtschaftsförderer soll demnach in direkter Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister, den ortsansässigen Unternehmen und Verbänden, den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Stabsstelle für Kommunikation und neue Medien den Fokus auf die Begleitung der lokalen Unternehmen setzen. Prien betreut zudem die Bereiche Arbeitsmarktpolitik, Innovations- und Technologieförderung.

„Ich kann die an mich gestellten Aufgaben erfüllen“, sagte Prien bereits selbstbewusst im Gemeinderat. Dass er dabei den regelmäßigen Austausch mit den Damen und Herren im Rat pflegen wolle, sei selbstverständlich.

Zugleich bat er die Ratsmitglieder und auch die lokale Presse aber noch um etwas Geduld und Zeit. Nach so kurzer Zeit könne noch kein fertiges Strategiepapier vorliegen. Welche konkreten Möglichkeiten es in Markt Schwaben gebe, das müsse noch ausgelotet werden. In jedem Fall wolle er daran wirken, dass Markt Schwaben ein Ort des unternehmerischen Handelns werde bzw. bleibe. Es gelte, gute Lösungen für alle zu finden. Und dazu gehöre es u.a., noch mehr als bislang miteinander zu reden.

Für den 2. August (nächsten Donnerstag) jedenfalls haben er und die Spitze des Vereins „Markt Schwaben 2030“ einen gemeinsamen Termin beim Stammtisch der Unternehmer ausgemacht. Dort will er sich dann auch offiziell als Ansprechpartner der Gemeinde für die lokale Wirtschaft vorstellen; zusammen mit der Öffentlichkeitsarbeiterin Sabrina Biertz und – so ist es jedenfalls geplant – mit Vizebürgermeister Albert Hones.

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