Eine Frau steht im Schnee.
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Die ÖDP-Mitglieder wählten am Markt Schwabener Kirchweiher einstimmig Charlotte Schmid (li.) aus Poing zur Kandidatin für die Bundestagswahl

Nominierungsversammlung

ÖDP: Freiluft-Kandidatenkür bei Schnee und minus 3 Grad

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Die ÖDP Erding-Ebersberg ihre Bundestagskandidatin nominiert: Charlotte Schmid aus Poing. Wegen Corona fand die Kür draußen statt - bei Schnee und minus 3 Grad.

Markt Schwaben – Einen Parteitag in der warmen Stube, wie ihn die Bundes-CDU am Samstag durchgeführt hat, kann jeder. „Wir ÖDP’ler sind bekanntermaßen sehr wetterfest“, sagte Charlotte Schmid. Die 43-jährige Poingerin wurde von den 16 stimmberechtigten Mitgliedern der Kreisverbände Ebersberg (40 Mitglieder) und Erding (64 Mitglieder) einstimmig als Kandidatin für die Bundestagswahl am 26. September nominiert. Bei minus 3 Grad und leichtem Schneefall am hinterm Markt Schwabener Rathaus. Der dortige Kirchweiher war zwar gefroren, eine Eislaufkür gab’s aber nicht – stattdessen eine Kandidatenkür.

Wir ÖDP‘ler sind wetterfest.

Bundestagskandidatin Charlotte Schmid

Dort, wo im Sommer die Besucher der Weiherspiele sitzen, trafen sich am Sonntagmittag die Mitglieder der Ökologisch Demokratischen Partei (ÖDP) zur Nominierungsversammlung. Wegen der Corona-Pandemie und der geltenden Maßnahmen im Freien, weil man eine persönliche Veranstaltung durchführen wollte – und nicht via Internet. Wollmütze, Handschuhe und dicke Jacken statt leichter Kleidung oder Anzüge.

Markt Schwaben: Polizei kontrolliert Einhaltung der Corona-Regeln

Die ÖDP hatte für die Freiluft-Versammlung ein Hygienekonzept erarbeitet und vom Landratsamt Ebersberg eine Sondergenehmigung erhalten. Zwei Polizisten achteten darauf, dass die Vorgaben (Mindestabstand und Tragen von Mund-Nasen-Maske) eingehalten wurden. Wurden sie. Damit sich niemand näher als eineinhalb Meter kommt, hatten die Vorstände der beiden Kreisverbände nur jede zweite Reihe der Stufen des amphitheater-gleichen Runds freigeschaufelt. Ordnerinnen und Ordner achteten darauf, dass alle Regeln eingehalten wurden. Zusätzlich gab es für jeden noch eine FFP2-Maske gratis.

Coronakonform mit Abstand und Masken und unter Aufsicht der Polizei fand Sonntagmittag am Markt Schwabener Kirchweiher die Nominierungsversammlung der ÖDP statt.

Gut eine halbe Stunde dauerte die Versammlung, die Wahl von Charlotte Schmid ging binnen zehn Minuten (inklusive Auszählung) über die Bühne. Die gebürtige Engländerin, die seit 17 Jahren in Deutschland lebt und seit 2017 deutsche Staatsbürgerin ist, stellte sich in einer kurzen Rede im Schneetreiben vor: selbstständige Patentübersetzerin, Mutter, engagierte Umwelt- und Klimaschützerin, Aktivistin in Sachen Bienen- und Artenschutz.

ÖDP-Kandidatin: Klimaschutz, Verkehrswende, Artenschutz

In ihrer jetzigen Heimatgemeinde Poing hat sie in den vergangenen zwei Jahren einige Aktionen gestartet bzw. daran mitgewirkt, zusammen mit der dortigen Interessengemeinschaft Artenschutz. Seit September 2020 ist Charlotte Schmid als Beisitzerin Mitglied im Bundesvorstand der ÖDP. Bei ihrer Vorstellung sagte sie: „Ich bin felsenfest überzeugt, dass die ÖDP die einzige Partei ist, die Deutschland aus dieser misslichen Lage befreien kann.“ Damit meinte sie nicht Corona, sondern Themen wie Klimawandel, Umwelt-/Luftverschmutzung, Artensterben. Deshalb stünden bei ihr Themen wie Verkehrswende, Klimaschutz-, Umwelt- und Artenschutz ganz oben auf der Agenda, so Schmid. Ihr Ziel: Eine lebenswerte Welt und Zukunft schaffen für die nachfolgenden Generationen.

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