1. Startseite
  2. Lokales
  3. Ebersberg
  4. Markt Schwaben

Markt Schwaben: Radverkehr soll gefördert werden

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jörg Domke

Kommentare

Symbolbild. dpa/ Sina Schuldt
Radverkehr gewinnt immer mehr an Bedeutung. © Sina Schuldt

Der Marktgemeinderat Markt Schwaben spricht sich für eine Förderung des Radverkehrs und eine kompakte und ausgewogene Ortsentwicklung aus.

Markt Schwaben – Den Radverkehr will die Gemeinde Markt Schwaben deutlich und nachhaltig fördern – insbesondere im Blick auf den innerörtlichen Bereich. Außerdem spricht sich die Kommune für eine Unterstützung der Nahmobilität durch eine kompakte und ausgewogene Ortsentwicklung aus, beispielsweise durch die wohnort- und zentrumsnahe Versorgung mit leistungsfähigen Einzelhandels- und Dienstleistungsbetrieben. Dazu gab es jetzt einen Beschluss im Marktgemeinderat.

Die Kommune beabsichtigt ein klares und stringentes Rad-Konzept zu erarbeiten und kontinuierlich fortzuentwickeln, wobei alle anderen Verkehrsträger mit zu beachten und möglichst „synergetisch“ einzubeziehen sind.

Stringentes Rad-Konzept

Im Blick behalten werden soll dabei eine Stärkung des partnerschaftlichen Miteinanders aller Verkehrsteilnehmer. Ein Ziel: Die Verkehrssicherheit ist „für und durch den Radverkehr“ zu verbessern. Die Aktivitäten zur Radverkehrsförderung sollen ferner interkommunal abgestimmt werden, insbesondere im Hinblick auf die Ergänzung und Erweiterung überörtlicher Wege.

Eine nachhaltige Förderung sei, so hieß es jetzt im Gemeinderat, nur möglich, wenn projektbezogen weitere Partner einbezogen werden, wie zum Beispiel die Polizei, der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) und das Staatliche Bauamt. Dass dies alles optimal zusammengeführt wird, dafür soll laut Beschluss des Plenums der Erste Bürgermeister verantwortlich zeichnen.

Partner einbeziehen

Das Fahrrad ist, so hieß es am vergangenen Donnerstag im Plenum, in der Marktgemeinde, ein schnelles, kostengünstiges, platzsparendes, umweltfreundliches und von fast allen Bevölkerungsgruppen nutzbares Verkehrsmittel, das obendrein einen hohen Beitrag zur Behebung der Problembereiche der Umweltbelastung, Feinstaubbelastung und Lärm beitragen kann. Deshalb komme dem Rad als Verkehrsmittel in der Stadt- und Verkehrsplanung grundsätzlich ein hoher Stellenwert zu.

Der Rat hatte bereits im Dezember 2019 beschlossen, dass aus umwelt-, klima- und verkehrspolitischen Gründen eine Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern zu beantragen ist. Die Wichtigkeit des Fahrradverkehrs wurde zusätzlich durch die Ernennung eines Fahrradbeauftragten und auch den Antrag, fahrradfreundliche Kommune zu werden, unterstrichen.

Fahrradfreundliche Kommune

Das Angebot für die Radfahrer am Ort soll dem Vernehmen nach in den nächsten Jahren an die gestiegenen Anforderungen angepasst werden und möglichst weitere Maßnahmen des derzeit in Ausarbeitung durch die Interessengemeinschaft Pro Fahrrad befindlichen Radverkehrskonzepts realisiert werden. Mit dem jetzt erfolgten Grundsatzbeschluss des Marktgemeinderats soll der Wille zur Radverkehrsförderung dokumentiert werden. Der 16:4-Beschluss vom Donnerstag bildet daher das Rückgrat der Radverkehrsförderung in der Kommune und die Möglichkeit, daraus die entsprechenden verkehrspolitischen Maßnahmen abzuleiten.  

Auch interessant

Kommentare