Gemeinsam die S2 verbessern: Mitglieder des S-Bahn Bündnis Ost mit Messe-Chef und Initiator Klaus Dittrich (vorne, 4.v.li.). foto: Messe München / Andreas Heddergott

Ausbaupläne

S2-Bündnis bekommt weitere Unterstützer

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Poing - Bei einer Konferenz sprechen sich auch Bundes- und Landespolitiker für eine Verbesserung der S-Bahnline aus.

Fast 40 Unterstützer, unter anderem Abgeordnete aus dem Bundestag und Bayerischen Landtag, Vertreter aus dem Münchner Stadtrat, sowie Experten fachlicher Planungsstellen und Verkehrsbetriebe, haben sich in der Messe München getroffen zu einer Mandatsträgerkonferenz, um die Planungen im S-Bahn-Bündnis Ost voranzutreiben. „Wir werden immer mehr, die sich für den Ausbau der S-Bahnlinie S2-Ost einsetzen. Dies erhöht nicht nur die Strahlkraft unseres Bündnisses, sondern zeigt zugleich die enorme Bedeutung der Bündnisforderungen für die Weiterentwicklung des Münchner Ostens“, stellte Messechef Klaus Dittrich fest. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann (beide CSU) haben schon im Vorfeld in persönlichen Gesprächen ihre Unterstützung zugesagt, informiert die Messe München in einer Pressemitteilung vom Freitag.

Forderung: Viergleisiger Ausbau zwischen Ostbahnhof und Markt Schwaben

Wie berichtet, hat sich das neue Bündnis im November 2015 gegründet. Die Forderung: Der viergleisige Ausbau der Bahnstrecke zwischen München Ostbahnhof und Markt Schwaben mit Anbindung der Messe München. Damit soll auch der Takt der S2 verbessert werden, auf zehn Minuten. Das Bündnis wurde von der Messe München initiiert und wird durch die Landräte aus Ebersberg, Erding und München, Bürgermeister aus Gemeinden entlang der Bahnlinie, die Handwerkskammer für München und Oberbayern und die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern unterstützt.

„Ohne den Ausbau der S2 wird kein weiterer Wohnraum möglich sein“, sagt Maximilian Böltl, Bürgermeister der Gemeinde Kirchheim (Kreis München). Er ist neben Klaus Dittrich und  Robert Niedergesäß, Landrat des Landkreises Ebersberg, einer der drei Sprecher des Bündnisses. „Das muss unmittelbar zusammen gelöst werden, wenn es keinen Verkehrskollaps geben soll.“ Der tägliche Stau auf der A 94 zum Beispiel sei ein Symptom für die „mangelhafte Anbindung“ der Gemeinden östlich der Landeshauptstadt.

„Wir werden nicht locker lassen“

„Wir haben starke Argumente für den vierspurigen S-Bahn-Ausbau und den Messeanschluss“, ist Landrat Robert Niedergesäß überzeugt: „Wir werden nicht locker lassen, diese an den richtigen Stellen zu platzieren. Es ist unumgänglich, dass die Infrastruktur dem starken Wachstum der Region angepasst wird.“ Der Ausbau werde nicht von heute auf morgen kommen, dessen sei sich das Bündnis bewusst. „Solche Infrastrukturprojekte brauchen einen langen Atem“, so Klaus Dittrich, aber: „Wir wollen gemeinsam dieses dicke Brett bohren.“

Ziel des Bündnisses ist es, die Planungen des Projekts bis zur Baureife voranzutreiben und die entsprechende Finanzierung sicherzustellen. Das Bündnis steht laut Pressemitteilung in fachlichem Austausch mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, der Deutschen Bahn, dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund und der Obersten Baubehörde im Innen- und Verkehrsministerium. In einem nächsten Schritt sollen auch die Bürger und Unternehmen in der Region angesprochen werden, kündigt das Bündnis an. „Weiteren Aufwind erhält das Projekt durch die Zusage der Messe München, eine maßgebliche finanzielle Beteiligung für die Anbindung des Messegeländes zu prüfen.“

Gleise vollkommen überlastet, Bevölkerung wächst

„Die Historie belegt, dass ein Ausbau der Strecke zwischen Riem und Markt Schwaben seit vielen Jahren überfällig und notwendig ist“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Straßen und die Bahngleise seien heute schon vollkommen überlastet. Dazu komme ein überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum besonders im Münchner Osten. In den drei Landkreisen München, Ebersberg und Erding soll laut den Vorausberechnungen des Landesamts für Statistik die Bevölkerung bis 2024 um rund 70 000 Einwohner anwachsen, bis 2034 sogar um 100 000 Einwohner.

„Im fachlichen Austausch mit Experten soll nun ein Betriebskonzept entwickelt werden, welches die Grundlage für eine aktuelle Machbarkeitsstudie bildet“, schreibt das S-Bahn Bündnis Ost. Mit Blick auf den Ausbau der S-Bahnlinie S2-Ost von Riem nach Markt Schwaben mit Anbindung der Messe München soll dies neben dem wirtschaftlichen Nutzen auch soziale Aspekte und den verkehrlichen Nutzen herausstellen.

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