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EZ-Redakteur Jörg Domke

Kommentar

Kommentar zur schulpolitischen Weichenstellung in Markt Schwaben: "Ein erster Schritt, noch nicht mehr"

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In einer Sondersitzung hat der Marktgemeinderat den Neubau einer Mittel- und Grundschule beschlossen, die alte Grundschule soll als Gebäude erhalten bleiben. Seit Jahren debattiert man in Markt Schwaben darüber. Zulange, meint unser Redakteur Jörg Domke. Sein Kommentar dazu:

Mittelschule kaputt, Grundschule sanierungsbedürftig und zu klein. Das Hallenbad zwar schön, aber teuer – und deshalb nicht unumstritten. Und dann noch der Streit um den Jahnplatz: Von dieser Basis ausgehend diskutiert man in Markt Schwaben intensiver nun schon im 3. Jahr. Ein neues kommunales Schulzentrum wäre die Lösung. Kein Problem, hätte man Rücklagen dafür. Die aber wurden (bzw. konnten) in den letzten Jahrzehnten nicht angelegt (werden). Die Schulen fuhr man auf Verschleiß. Und nun naht der Zahltag. 

Eine Finanzierung des kommunalen Anteils für eine neue Doppelschule sei beherrschbar, glaubt Bürgermeister Hohmann. Nicht nur ihm tut es weh, dass der Markt jährlich irre Summen für Containerzwischenlösungen ausgibt, die man auch für Zins und Tilgung eines Kredits entsetzen könnte. Doch was ist die Alternative zu einem Neubau? Hier kann man nicht einfach sagen: Können wir uns nicht leisten, basta! Dass die Schwabener Kinder bestmögliche Infrastruktur geboten bekommen, ist ihr Recht. Und unsere Pflicht. Besonders in Gegenden, wo man gerne über Bildungsregionen palavert – und unsere Gegend auch noch zu den wohlhabensten in ganz Deutschland zählt.

 Sieben Beschlüsse gibt es seit Dienstag. Entstanden in einer Sitzung mit Akteuren, denen man gerne bescheinigen möchte, dass sich jeder Einzelne voll reinhängt im Sinne der Sache. Stellenweise aber erzeugte die Art und Weise des Meinungsaustausches ein Bild eines Plenums, das 3. Bürgermeister Joachim Weikel „traurig“ nannte. Noch ist nicht viel erreicht, es werden Dutzende Sitzungen folgen. Gelegenheiten genug, um zu beweisen, dass die aktuelle Kommunalpolitik doch fähig ist, eine wahrlich schwierige Gesamtsituation so zu meistern, dass kommende Generationen optimale Bildungsvoraussetzungen erfahren dürfen. 

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