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Er war der einzige Kandidat und wurde erneut nominiert: Ewald Schurer bei der Konferenz seiner Partei in Markt Schwaben.

Schurer (SPD) kandidiert erneut für den Bundestag

Sein letztes Mal

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Markt Schwaben  - Der Ebersberger SPD-Abgeordnete Ewald Schurer kandidiert erneut für den Deutschen Bundestag. Er wurde am Freitagabend in Markt Schwaben von der SPD-Bundeswahlkreiskonferenz einstimmig nominiert. Es wird sein letzter Anlauf.

Zwei Botschaften, so der bescheidene Wunsch des Erdinger Kreisvorsitzenden Martin Kern, sollten von der SPD-Bundeswahlkreiskonferenz am Freitag in die Landkreise Erding und Ebersberg ausgehen. Erstens: Die beiden sozialdemokratischen Kreisverbände stehen voll hinter ihren alten und neuen Direktkandidaten für den Bundestag, Ewald Schurer. Und zweitens: Von der Delegiertenzusammenkunft im Sportpark Markt Schwaben sollte im Idealfall so etwas wie eine neue Aufbruchstimmung verbreitet werden.

Was damit genau gemeint ist, hatte im Sitzungsverlauf Heiner Müller-Ermann aus dem Ortsverein Dorfen vorgetragen und seine Gedanken dazu den „Dorfener Appell“ genannt (siehe Kasten).

Kerns erster Wunsch dürfte bereits umgesetzt sein. Von den 52 stimmberechtigten Konferenzteilnehmern aus dem Wahlkreis 213 waren 50 gekommen. 48 gaben ihre Stimme ab, 47 waren gültig. Und 47 wählten erneut den Ebersberger Betriebswirt Ewald Schurer zum Kandidaten für den dann 19. Deutschen Bundestag.

Das war jetzt nicht verwunderlich, der 62-Jährige war der einzige Bewerber. Obwohl demnächst also schon zum fünften Male in der Kandidatenrolle, sei das alles jedoch keine Routine und auch kein Selbstläufer, so Schurer, der bislang dreimal über die Landesliste den Einzug ins Berliner Parlament schaffte und nun ein letztes Mal kandidiert.

Gut zehn Minuten hatte der Abgeordnete für seine Vorstellungsrede. Er hielt sich an das Zeitlimit. Die SPD habe in Berlin vieles auf den Weg gebracht und handwerklich viel Beute gemacht, hieß es. Leider sei die öffentliche Wahrnehmung oftmals eine andere. Eine Koalition mit der Union könne auf Dauer für die SPD gefährlich werden, warnte Schurer, bekannte sich zugleich aber zu folgenden Grundsätzen: soziale Gerechtigkeit und bezahlbaren Wohnraum schaffen, eine ökologisch ausgerichtete Energiepolitik, Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs, Sozialpolitik für Familien, Senioren und junge Leute sowie eine humane Migrationspolitik. Letztere Obergrenzen.

Die SPD werde nur dann wieder stark, so Schurer, wenn es ihr gelinge, zu den wichtigen Lebensthemen eigene Positionen einzunehmen. Vom aktuellen Streit innerhalb der Union werde man nicht profitieren.

Breiten Raum nahm eine Fragerunde ein. Dazu hatten die Delegierten eigens Fragekärtchen bekommen. Und von dieser Möglichkeit wurde rege Gebrauch gemacht. Schurers Positionen zu gut einem Dutzend Themen von CETA bis Altersarmut kamen zur Sprache. Regional von Bedeutung: Nach Schurers Einschätzung ist der autobahngleiche Ausbau der B15 noch lange nicht vom Tisch. Einer dritten Startbahn erteilte er eine klare Absage. Und forderte stattdessen einen konsequenten Ausbau des Nahverkehrs zum Flughafen. Der SPD-Abgeordnete warb für eine engere Zusammenarbeit mit dem Münchner OB Dieter Reiter im Bemühen, im Großraum München gemeinsam günstigen Wohnraum zu schaffen.

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