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Frühstück und Politik: Lässt sich durchaus verbinden, wie man am Samstag bei der CSU sehen konnte. 

Bürgerbegehren

Aufklärung beim CSU-Frühstück

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Der geplante Schulneubau ist ein heißes Thema zur Zeit in Markt Schwaben. Zwei Bürgerbegehren stehen im Raum. 

Markt Schwaben – Über nichts wird kommunalpolitisch in diesen Tagen und Wochen in Markt Schwaben – außerhalb von Ausschüssen und Gemeinderat – mehr und engagierter diskutiert als über den geplanten Neubau eines Schulzentrums. Damit direkt verbunden sind in den letzten zwei, drei Wochen zwei Unterschriftenlisten initiiert worden, die sich zumindest indirekt auf das Schulbauprojekt beziehen. In einer geht es um den Erhalt des Schwimmbades, im zweiten um den Erhalt des Jahnsportplatzes.

Irgendwie logisch, dass sich die örtliche CSU bei ihrem Bürgerfrühstück am Marktplatz diesen akuten Themen nicht verschließen konnte und wollte. Zwischen Semmeln und Kaffee verteilte sie an interessierte Passanten eine „wichtige Bürger-Information“, wie man es nannte. Und zwar anlässlich der beiden sich gerade entwickelnden Bürgerbegehren.

Das Engagement hat einen Hintergrund: Die CSU spricht sich nämlich mit aller Deutlichkeit gegen die Unterstützung der beiden Begehren aus. Sie zu unterstützen, bedeute, sich gegen die Kinder, Jugendlichen und Schüler der Gemeinde zu stellen, heißt es. Klargestellt wird, dass im Marktgemeinderat nie über eine Schließung des Hallenbads gesprochen worden sei. Und das werde auch in Zukunft kein Thema sein. Das Bad werde nicht überplant, heißt es ausdrücklich. Als Beleg legten die CSU’ler eine zuletzt im Marktgemeinderat besprochene Szizze vor, die den Umgriff zeigt, innerhalb dessen die noch zu beauftragenden Architekten ihre Ideen einbringen sollen.

Klargestellt wird auch, dass im Zuge der Schulbaumaßnahme ein neuer Sportplatz an der Stellen entstehen soll, an der sich die jetzige Grafen-von-Sempt-Mittelschule befindet. Diese Vorgehensweise ist in der Tat immer im Rat besprochen worden: „Zuerst wird die Grund-und Mittelschule neu gebaut. Nach dem Umzug der Schüler wird die Mittelschule abgerissen. Auf deren Areal entsteht im Anschluss ein neuer Sportplatz“. Dieses Procedere, so heißt es auf dem CSU-Handzettel weiter, sei wichtig und richtig, damit 800 Schüler nicht über vier Jahre hinweg in einer Großbaustelle oder in sündhaft teuren Containern unterrichtet werden müssen.

Derweil haben sich schon zahlreiche Bürger in die Listen eingetragen, die in diversen Geschäften und Lokalen ausliegen. Auch am Rande des Pfarrfestes vor einer Woche bzw. schon beim evangelischen Gemeindefest Anfang Juli wurde fleißig gesammelt. Ob jeder genau begriffen hat, was er dabei unterschrieb, da haben besonders so manche Marktgemeinderäte inzwischen ihre Zweifel. Wohl nicht grundlos endet die CSU-Bürgerinfo mit dem Hinweis, dass man noch immer seine Unterschrift problemlos widerrufen könne. Der Ratsherren Schmitt und Fleischer sowie CSU-Ortsvorsitzende Walentina Dahms erklären sogar persönlich, wie das geht.

Zur weiteren Aufklärung soll ein Infoabend der Gemeinde beitragen, der am Donnerstag, 27. Juli, um 19 Uhr, im Unterbräusaal stattfindet.

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