Parken entlang der Ebersberger Straße (hier bei der Pusteblume) in Markt Schwaben.
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Parken entlang der Ebersberger Straße (hier bei der Pusteblume) ist derzeit noch mit Parkscheibe möglich. Bald aber steht hier ein Automat.

Bald kostet das Parken in der City von Markt Schwaben

Mit sechs Parkautomaten wird gestartet

  • vonJörg Domke
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60 Minuten für 50 Cent, zwei Stunden für 1,50 Euro. So geht‘s los in der City von Markt Schwaben, was das Parken anbelangt.

Markt Schwaben – Die grundsätzliche Entscheidung, im kommenden Jahr Parkautomaten in der Markt Schwabener City aufstellen zu wollen, hatte der Marktgemeinderat bereits vor ein paar Wochen getroffen (wir berichteten). Am Donnerstag nun befasste sich der Verkehrsausschuss in seiner öffentlichen Sitzung im Bürgersaal mit Details. Dabei folgte das Gremium in nahezu allen Teilen den Vorschlägen des Ordnungsamtes. Unter dem Strich kam eine mehrteilige und zugleich einstimmig gefasste Beschlussempfehlung zustande. Das Plenum muss noch kommende Woche einen formellen Schlussstrich ziehen.

Verwaltung und Ausschuss gehen jetzt erst einmal von sechs Automaten-Standorten rund um den Marktplatz aus. Konkret sollen sie in der alten Bräuhausgasse, in der Tiefgarage, hinter dem Pavillon am Marktplatz, bei Kipfelsberger, am östlichen Parkplatz Marktplatz und bei Stacheter stehen.

Investitionen decken sich nach wenigen Monaten

Insgesamt decken die Automaten damit laut Ordnungsamtsleiterin Katrin-Maria de Laporte 99 citynahe Stellplätze ab. Erst in einem zweiten Schritt soll ggf. auch der Parkplatz Schlossgraben folgen, hieß es ausdrücklich.

Folgenden Gebührenvorschlag machte die Verwaltung, der dann auch von den Mandatsträgern so mitgetragen wurde: bis zehn Minuten frei, bis 60 Minuten 50 Cent, bis 90 Minuten einen Euro und für 120 Minuten 1,50 Euro. Das soll auch die Höchstparkdauer sein. Unter der Annahme einer 30- bzw. 50-prozentigen Auslastung würden sich so Einnahmen generieren lassen, die sich innerhalb von einem haben Jahr bis maximal neun Monate amortisierten, hieß es. Die Installation eines Geräts schlage mit 8350 Euro zu Buche, die Verwaltung geht von jährlichen Betriebskosten in Höhe von 6760 Euro aus.

Marktgemeinderat entscheidet abschließend

Vandalismus, so sagte Katrin-Maria de Laporte, sei wohl hier zu vernachlässigen. Jedenfalls habe man in vergleichbaren Städten und Kommunen wie Ebersberg, Grafing oder Erding derartige Erfahrungen nicht machen müssen.

Die Ordnungsamtsleiterin betonte, dass es sich mit diesen sechs Automatenstandorten um einen Einstieg handele. Am Ende müsse aus ihrer Sicht ein Gesamtkonzept für ein ortsweites Park-Management stehen. Dazu werde man auch noch eine Dauerparklösung für besonders Berechtigte im Schlossgraben berücksichtigen (wir berichteten). Aber auch das Parken im Sportpark müsse man sich nochmals genauer anschauen.

Ebenfalls Inhalt der Empfehlung war, Handyparken zuzulassen. Dabei kann man mithilfe einer App seine Parkgebühren entrichten. In der Stadt Grafing wurde damit erst unlängst begonnen.

Auf Anregung von CSU-Ratsherr Georg Holley soll die Parkgebühr nur montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr erhoben werden und feiertags entfallen. Bürgermeister Michael Stolze sagte, man werde sich die ersten zwölf Monate im Betrieb genau anschauen und ggf. nachjustieren.

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