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KOMMENTARKletterhalle

Schlichtweg unfair

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Kommentar zur Sperrung der Kletterhalle in Markt Schwaben:

Rechtlich ist das Handeln des Marktgemeinderates und der Verwaltung, die Kletteranlage der DAV-Sektion zu sperren, die richtige Entscheidung. Keiner kann vom Bürgermeister und den Mitgliedern des Kommunalparlaments erwarten, dass sie sich bereit erklären, persönlich die Haftung für eine illegale Nutzung der Kläranlage zu übernehmen. Nichts anderes ist die Kletterhalle, so hart es klingt: illegal.

Dass dem so ist, dafür trägt allein die Verwaltung die Schuld. Nicht erst seit gestern oder heute, sondern seit vorvorgestern. Warum vor 15 Jahren, als die Anlage offiziell in Betrieb genommen wurde und für die die Marktgemeinde sogar einen Nutzungsüberlassungsvertrag mit der DAV-Sektion geschlossen hat, warum damals also Verwaltung und Gemeinderat keine Nutzungsänderung beantragt und durchgeführt haben, bleibt das Geheimnis der damaligen Aktiven. Jetzt müssen die heutigen Verantwortlichen und die Vereinsmitglieder ausbaden, was jahrelang versäumt worden ist. Bürgermeister Georg Hohmann drückte es in der Sondersitzung so aus: „Den letzten beißen die Hunde.“

Dass der Marktgemeinderat aus finanziellen Gründen beschlossen hat, vorerst kein Geld in die Kletteranlage zu stecken, ist aufgrund der prekären finanziellen Situation von Markt Schwaben nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar ist die Art und Weise der Durchführung. In nicht-öffentlicher Sitzung über die Existenz eines knapp 1700-Mitglieder-Vereins zu entscheiden und dies am Tag danach dessen Vorstand kurz und knapp mitzuteilen, ist ganz schlechter Stil. Die Frage darf erlaubt sein: Wäre der Marktgemeinderat auch mit Fußballern so umgegangen? Ohne Vorwarnung von Heute auf Morgen die Plätze sperren? Ohne zumindest ein paar Tagen Übergangszeit, damit die Trainer ihre Mitglieder informieren und vorbereiten können? Zumal die Situation nicht erst seit gestern bekannt ist, sondern seit vorvorgestern. Die Antwort möge sich jeder Gemeinderat selbst überlegen.

Die Art und Weise, wie die Entscheidung getroffen und kommuniziert worden ist, ist schlichtweg unfair.

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