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Die Pfarrer Herbert Walter (vorne) und Karl-Heinz Fuchs segneten die drei neuen Fahrzeuge des THW Markt Schwaben.

Der Bund macht‘s möglich

THW Markt Schwaben weiht gleich drei neue Fahrzeuge ein

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Grund zur Freude beim Technischen Hilfswerk Markt Schwaben. Gleich drei neue Fahrzeuge konnten beim Herbstempfang geweiht werden.

Markt Schwaben/Landkreis– Bereits zum 18. Mal richtete das Technische Hilfswerk (THW) in Markt Schwaben einen Empfang zu Beginn der Herbstzeit aus, diesmal wieder am Stammsitz des Ortsverbandes in der Hanslmühle zwischen Markt Schwaben und Ottenhofen. Der Abend stand unter einem ganz besonderen Stern.

Schließlich ist es auch für die Bundesorganisation nicht alltäglich, gleich drei neue Fahrzeuge in Dienst stellen zu können, wie die SPD-Landtagsabgeordnete Doris Rauscher (Ebersberg) in ihrem Grußwort feststellte.

Konkret handelt es sich um zwei sogenannte Gerätekraftwagen, die zur Bergung von Verletzten sowie technischen Hilfeleistungen quasi aller Art eingesetzt werden können. Neun Mann Besatzung können sie aufnehmen. Sie sind so etwas wie die rollenden Werkzeugkoffer des THW samt Seilwinde, so der THW-Fachberater Dominik Fehr gegenüber der EZ.

Lkw kosten jeweils gut 240000 Euro

Die beiden Lkw, ohne Ausrüstung jeweils gut 240 000 Euro teuer, ersetzen am Standort Markt Schwaben zwei Vorgängerfahrzeuge, die jeweils aus dem Jahr 1990 stammen. Eines der ausrangierten Fahrzeuge wird noch in der neuen Bundesschule in Potsdam zum Einsatz kommen, so Fehr. Derartige Rüstfahrzeuge verfügen bundesweit stets über einheitliche Ausstattung. Von der Hanslmühle aus werden im Wesentlichen die Gemeinden und Städte der beiden Landkreise Ebersberg und Erding versorgt und betreut. Bezahlt wurden sie komplett vom Bund.

Beim dritten Fahrzeug handelt es sich um ein sogenanntes Verbindungsfahrzeug. In diesem Fall um einen VW Golf, mit dem die THW-Fachberater zu den jeweiligen Einsätzen fahren. Auch diese Anschaffung ist eine Ersatzbeschaffung und wurde in diesem Fall vom Förderverein des THW finanziert. Der bekommt sein Geld durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Zuschüsse.

Ebersbergs Landrat Robert Niedergesäß nutzte das Forum, um sich mit Blick auf die Neufahrzeuge insbesondere beim Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz für dessen Bemühen um Fördermittel zu bedanken. Der CSU-Kreispolitiker bekam Extrabeifall, weil er in seiner Dankesrede Richtung Berlin auch den 2017 verstorbenen damaligen SPD-Abgeordneten Ewald Schurer aus Ebersberg nicht unerwähnt ließ. Auch er habe, im Zusammenspiel mit Lenz, stets alles dafür getan, dass das THW für die Landkreise Erding und Ebersberg optimal ausgerüstet werde, so Niedergesäß.

Politiker danken den Einsatzkräften

MdL Doris Rauscher dankte im Namen aller anwesenden Politiker für das ehrenamtliche Engagement der THWler. Ihr Einsatz, verbunden mit einer großen Portion Menschlichkeit, sei etwas, von dem die gesamte Gesellschaft profitiere. Leider müsse man in Zukunft wohl immer häufiger mit immer größeren Naturkatastrophen rechnen, von daher sei die Investition in moderne Geräte gut nachvollziehbar.

Auch der Landkreis Ebersberg sei zu ähnlichen Einschätzungen gekommen, bemerkte Niedergesäß (CSU). Er verwies auf eine Entscheidung des Kreises, dem THW ein Wechselladerfahrzeug zu beschaffen. Vermutlich werde es 2021 in Dienst gestellt werden können.

Grußworte kamen vom Erdinger Vizelandrat Jakob Schwimmer. Der Ortsbeauftragte Günter Felsmann und sein Vorgänger Herbert Hönig zogen eine Bilanz der letzten zwölf Monate. Felsmann lobte dabei insbesondere den im Landkreis Ebersberg auf den Weg gebrachten Katastrophenschutzbedarfsplan als „Meilenstein“. Er stärke die Art und Weise der Zusammenarbeit der im Sicherheitsbereich tätigen Organisationen im Landkreis noch weiter, so der THWler.

Die Weihe der drei neuen THW-„Gesellen“ im Fuhrpark in Markt Schwaben nahmen die beiden Ortsgeistlichen Herbert Walter und Karl-Heinz Fuchs vor.

Einen Teil seiner Arbeit hat das THW Markt Schwaben jüngst in Erding vorgestellt.

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