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Musumsleiter Bernd Romir dankte Andrea Frick für die fleißige Archivarbeit. 

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Viel Geschichte und viel Arbeit

„Menschen bei der Arbeit“ heißt der Titel der neuen Jahresausstellung im Heimatmuseum Markt Schwaben. Hinter dieser scheinbar profanen Thematik verbergen sich unerwartet viele interessante Einblicke in die lokale Arbeitswelt von einst.

Markt Schwaben Längst vergessene oder abgerissene Gebäude, heute nicht mehr gebräuchliche Werkzeuge oder Einrichtungen, aber auch Firmen, die immer noch bestehen – und natürlich die Menschen an ihren jeweiligen Arbeitsplätzen: Das alles ist in den Bildern der Jahresausstellung des Heimatmuseums Markt Schwaben zu sehen. „Früher wurden Menschen selten bei der Arbeit fotografiert“, rief Bernd Romir, Vorsitzender des Heimatvereins und Museums-Chef, den Besuchern bei der kleinen Eröffnungsfeier am Samstag in Erinnerung. „Wer die Sammlung unserer Fotos genau betrachtet, kann sowohl die Freude an der Arbeit entdecken, kann aber auch die vielen Gefahren sehen, die einst noch geherrscht haben.“

Die Jahresausstellung ist noch am Mittwoch, 15. November, und am Sonntag, 19. November, zu sehen. 

Für die enorme Fleißarbeit, aus über 8000 Fotos thematisch die richtigen Motive zusammen zu tragen, bedankte sich Romir mit einem Blumenstrauß bei Andrea Frick. Was sie auf verschiedenen Stellwänden zusammengetragen hat, ist tatsächlich sehr sehenswert. Und weil bei aller Liebe nicht alle Motive als Papierabzüge möglich waren, bekommt der Besucher weitere in einer Powerpoint-Präsentation vorgeführt. Wie Arbeitsplätze und Arbeit in Markt Schwaben vor vielen Jahrzehnten ausgesehen haben, davon gibt es ebenso lustige Motive, die zum Schmunzeln anregen, wie nachdenkenswerte: Die Arbeitswelt von damals war in vielen Punkten härter, verlangte von den Menschen oft mehr Kraft und Geschick, war bei Weitem noch nicht so automatisiert wie heute.

Die Vielfalt der Bilder im Heimatmuseum ist breit: Da sind ein Architektenteam in weißen Kittel (um keine Tintenflecke auf der Kleidung zu haben) ebenso zu sehen, wie Fotos von der Erbauung der Sozialwohnungen im Ort. Ein Arbeitsraum der Firma Loden-Frey wird präsentiert, junge Frauen der einstigen Strumpffabrik zeigen sich nicht nur im Job, sondern auch im Team – bei der Gymnastik. Ein Steinmetz bearbeitet einen riesigen Klotz, daneben der einstige Tante-Emma-Laden, mit drei gut gelaunten Damen in der Eingangstür.

Selbstverständlich haben auch die Brauereien ihren Platz in der Foto-Sammlung, Und Albert Larcher posiert stolz vor seinem ersten neuen Omnibus mit dem vielsagenden Namen „Wandervogel“.

Zu sehen ist auch eine gewaltige, 800 Tonnen schwere Druckguss-Maschine. Sie gibt es mittlerweile nicht mehr, genau so wie jene Schornsteine der einstigen Ziegelei, deren auf mehreren Bildern festgehaltener Fall nur allzu deutlich die Vergänglichkeit vermeintlicher Größe symbolisiert.

Als nettes Einzelteil haben die Aussteller im Heimatmuseum einen kleinen Tisch aufgebaut mit den Utensilien eines Bauzeichners, vor etwa 60 Jahren: Da liegt eine Kurbel-Rechenmaschine (Romir: „Die funktioniert heute noch“) neben einer sogenannten Reißschiene und Schriftschablonen, geschrieben wurde damals noch mit einem Tuschefüller und Röhrchenfedern.

Weitere Öffnungszeiten

Die Ausstellung „Menschen bei der Arbeit“ ist noch geöffnet am Mittwoch, 15. November, von 18 bis 20 Uhr, und am Sonntag, 19. November, von 14 bis 17 Uhr. Das Heimatmuseum befindet sich an der Bahnhofstraße 28.

Friedbert Holz

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