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Wie Aglar Selahattin haben sich viele Markt Schwabener mit Trinkwasser eingedeckt. 

Wegen Abkochverfügung

Wasser: Hamsterkäufe in Markt Schwaben

  • vonJörg Domke
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Hamsterkäufe in Markt Schwaben: Bürger haben sich  in den örtlichen Supermärkten im großen Stil mit Mineralwasser eingedeckt. Hintergrund: Das Trinkwasser der Gemeinde ist belastet. 

Markt Schwaben – Es ist sinnvoll, sich einen Vorrat an Trinkwasser anzulegen, insbesondere dann, wenn man Säuglinge oder kleine Kinder daheim hat. Das sagte Uwe Müller am Dienstag. Er ist im Markt Schwabener Rathaus für die Trinkwasserversorgung zuständig. In der sind coliforme Keime gefunden worden (wir berichteten). Seitdem gilt eine Abkochverfügung.

Dem Rat, sich mit Mineralwasser einzudecken, folgten zahlreiche Markt Schwabener. Von Hamsterkäufen in den örtlichen Supermärkten war die Rede. Der „Run“ habe bereits am Montag kurz nach Bekanntwerden der Verkeimung eingesetzt, sagt 2. Bürgermeister Albert Hones, der augenblicklich die Geschäfte im Rathaus führt. Auch wenn man bis jetzt noch nicht wisse, was der Grund für die Verunreinigung sei, warnte Hones davor, unnötig in Hysterie zu verfallen. Besonnenheit sei das Gebot der Stunde. Pro Kubikmeter seien drei bis vier Keime identifiziert worden, eine Gesundheitsgefährdung setze aber erst bei über 100 Keimen/Kubikmeter ein, so der Vize-Bürgermeister. Vorsicht sei geboten, Panik jedoch nicht angebracht. Sinnvoll sei es, den Empfehlungen des Gesundheitsamtes Folge zu leisten.

Rathaus-Mitarbeiter Müller betonte, dass die am Montag über sämtliche Medien verbreiteten Warnungen an alle Verbraucher uneingeschränkt gültig seien bis auf Widerruf. Am Dienstag arbeitete das Landratsamt auf Hochtouren daran, der Ursache für die Verunreinigungen auf die Spur zu kommen. Es seien zahlreiche Proben genommen worden, unter anderem am Brunnen III im Ebersberger Forst, an verschiedenen Stellen innerhalb des Versorgungsnetzes sowie am Hochbehälter auf der Wittach.

Müller rechnet damit, dass die Proben bis Donnerstagmittag analysiert sind und die Gemeinde dann genaue Instruktionen bekommt, wie weiter vorzugehen ist.

Viele Bürger bewegt die Frage, ob auch andere Gemeinden in Schwabener Nachbarschaft betroffen sein könnten. Das schloss ausdrücklich aus. Es handele sich um ein rein Markt Schwabener Problem.

Wie berichtet, hatte es bei routinemäßigen Untersuchungen des Wasser in der gemeindlichen Versorgung Funde coliformer Keime gegeben. Daraufhin hatte das Gesundheitsamt eine Warnung veröffentlicht und den Verbrauchern in der Gemeinde dringend empfohlen, Wasser, das zum Trinken oder zur Zubereitung von Speisen verwendet wird, vorher abzukochen.

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