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Ein Traum für die, die die Spiele heuer erleben durften: 14 der 15 geplanten Aufführungen konnten stattfinden. 

Weiherspiele Markt Schwaben

Ein Sommernachtstraum

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Das Stück hieß zwar „Ein Sommernachtstrauma“, aber das Fazit nach der Weiherspielesaison in Markt Schwaben  fällt ganz klar so aus: Ein Traum!

Markt Schwaben – Gleich mit Beginn dieser Woche sind die Abbauarbeiten am und auf dem Kirchweiher angelaufen. Die Freilufttheatersaison in der Marktgemeinde Markt Schwaben, die Weiherspiele 2019, sind also bereits wieder Geschichte. Im Hintergrund laufen sogar schon die Vorbereitungen auf das Herbstprogramm in der Theaterhalle im Burgerfeld.

15 Vorstellungen des „SonnernachtstraumAs“ waren heuer geplant, 14 Aufführungen hatte es tatsächlich gegeben. Ein Termin musste komplett ausfallen, einer wurde verlegt. „Wettermäßig war es eine schwierige Sache“, sagt der Vereinsvorsitzende Franz Stetter. Gut erinnert er sich noch an das Hin und Her am 12. Juli. An jenem Freitag hatten diverse Wetterdienste Starkregen angesagt, sodass sich die Vereinsführung gegen 17 Uhr entschloss, die Vorstellung abzusagen. Tatsächlich aber hatte es nicht einen Tropfen Regen über Markt Schwaben gegeben. Im Nachhinein, so der 66-Jährige, eine falsche Entscheidung. Aber nachher sei man eben immer schlauer.

Bei einer Sitzplatz-Kapazität von 600 und einer durchschnittlichen Auslastung von 70 Prozent war die von Vizevereinschef Ferdinand Maurer geschaffene und eigens auf den Weiher ausgerichtete Neufassung des Shakespeare-Klassikers nicht ganz so erfolgreich wie das Stück vom Brandner Kaspar im vergangenen Jahr. Endgültige Abrechnungen gibt es aber noch nicht. Stetter schätzt, dass der Theaterverein knapp mit einer schwarzen Zahl aus den Weiherspielen 2019 herauskommen wird.

Der Theaterboss ist sich dabei ganz sicher, dass der leichte Publikumsrückgang nichts mit dem Stück „Sommernachtstrauma“ über die Irrungen und Wirrungen der Liebe zu tun habe. Im Gegenteil: Erstmals habe man sich an einen echten Klassiker gewagt. Und mit Shakespeare gleich an einen Autoren, der wahrlich nicht für leicht zu konsumierende Theaterkost steht. Nachdem aber die ersten Kritiken veröffentlicht worden waren, so Stetters Beobachtung, und nachdem sich herumgesprochen hatte, dass dem Erdinger Spielleiter eine Fassung gelungen war, bei der sogar ziemlich viel gelacht werden konnte, habe ein echter Run auf die Tickets eingesetzt.

Ernster Stoff mit heiterer Note

„Wir haben viel Positives gehört“, so Stetter, was das Stück an sich anbelangt. Maurer sei es vorzüglich gelungen, einem ernsten Stoff eine heitere Note zu verpassen und ihn genau auf das typische Weiherpublikum auszuloten, so das große Lob des Vorsitzenden an seinen Vize. Ferdi Maurer hatte übrigens auch die Lieder und die Liedtexte geschrieben.

Nicht weniger erfolgreich war das Kinderstück über Robin Hood, eine Adaption aus der Feder von Marga Kappl. An den beiden Samstagen (einmal war es der Ausweichsamstag) kamen fast 1000 Besucher an den Weiher, dazu gab es noch eine Extravorstellung für die örtlichen Schulen. „So viel Publikum war selten beim Kinderstück“, sagt Stetter.

Gute Zusammenarbeit mit lokaler Wirtschaft

Gegenüber der Ebersberger Zeitung betont der Pensionär, dass es inzwischen ein sehr nettes Verhältnis etwa mit örtlichen Gastwirten und Gewerbetreibenden gebe. Man habe sicherlich auch wohlwollend und freudig registriert, dass durch die Weiherspiele im Sommer gut 7000 bis 8000 Gäste in den Markt gelockt würden. Die Theaterbesucher kämen, so viel weiß man, wahrlich nicht alle aus Markt Schwaben, sondern besonders aus dem Umland bis einschließlich München – und vereinzelt von noch weiter her. Sein Dank gilt ausdrücklich auch dem Bau- und Ordnungsamt. Franz Stetter spricht auch hier von einer angenehmen Zusammenarbeit. Das eine Jahr Pause 2017 hat, so seine Interpretation, womöglich auch das Bewusstsein dafür geschärft, was der Gemeinde kulturell abgeht ohne die Spiele auf dem Kirchweiher.

Herbstsaison startet schon bald

2020 soll es dem Vernehmen nach weitergehen, wenngleich der Vorsitzende betont, persönlich in jedem Fall kürzertreten zu wollen als in diesem Jahr. Spätestens im Oktober werde man sich zusammensetzen und über das neue Stück reden, sagt er. Dann, wenn man bereits die ersten Vorstellungen in der Theaterhalle, unter anderem mit dem Kabarettisten Christian Springer, schon hinter sich gehabt haben wird.

Lesen Sie auch:Der Brandner Kaspar im vergangenen Jahr war ein toller Erfolg.

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