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Endlich zeitgemäß soll der Wertstoffhof am Markt Schwabener Erlberg gestaltet werden.

Wertstoffhof in Markt Schwaben

Ordnung statt schmuddeliger Verhau

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Der Markt Schwabener Wertstoffhof soll endlich modernisiert werden. Baubeginn: noch dieses Jahr.

Markt Schwaben – Mit einem gewissen Grad an Bewunderung blickt man von Markt Schwaben aus zumindest ab und zu in die Kreisstadt Ebersberg. Besonders aber dann, wenn es darum geht, sich einen modernen, zeitgemäßen kommunalen Wertstoffhof vorzustellen. So wie die Anlage in Ebersberg sollte der Wertstoffhof der Marktgemeinde Markt Schwaben auch mal ausschauen. Man arbeitet dran in der Marktgemeinde. Und besonders lange wird es auch nicht mehr dauern. Weniger als ein Jahr, verlautet dazu aus dem Schwabener Rathaus.

In diesen Tagen findet in Sachen Wertstoffhof ein sogenannter „Scoping-Termin“ statt. Ein aus dem Englischen stammender Begriff, der sich erst in den letzten Jahren in die hiesige Kommunalpolitik eingeschlichen hat. Vertreter verschiedener Behörden sitzen bei solchen Anlässen beisammen und besprechen dort auch Hintergründiges im Zusammenhang mit größeren Planungen bzw. Bauvorhaben. Am Montag, 12. Juni, geht es im Landratsamt, bei so einem Scoping, konkret darum zu klären, was noch beachtet werden muss, damit es möglichst bald zu einer Genehmigung für einen Neubau eines Bau- und Wertstoffhofs am bisherigen Standort am Erlberg kommen kann. Insbesondere stehen technische Fragen der Entwässerung und der Umwelttechnik an, so Bauamtsleiter Franz Eichner.

Es pressiert nämlich. Immerhin war es die Kreisbehörde, die gemeinsam mit einem Ingenieurbüro die derzeitige Anlage im Sommer 2016 begutachtete und dabei zu dem Ergebnis kam, dass erhebliche umwelt- und naturschutzrechtliche Mängel aufgetreten sind, die einen unbegrenzten Weiterbetrieb nicht gestatten. Das Landratsamt hatte, wie berichtet, daraufhin eine Duldung bis August 2016 ausgesprochen und von der Marktgemeinde neue Lösungen gefordert. Um eine Schließung abzuwenden, wurde vonseiten des Marktes – als Notlösung – kurzerhand ein Kanal verlegt und der Untergrund mittels einer Asphaltschicht abgedichtet. Damit sollte und wurde erreicht, dass organisch belastetes Presswasser aus Grüngutcontainern unkontrolliert beispielsweise in benachbarte, sensible Gewässer abfließt. Auf diese Art und Weise war es zumindest gelungen, den Betrieb vorübergehend aufrecht zu erhalten, wenngleich einige Serviceangebote eingeschränkt werden mussten. Zum Beispiel dürfen Elektrogeräte nicht mehr angenommen werden.

Im Raum steht aber noch immer die Forderung des Landratsamtes, dass ein neuer, moderner Wertstoffhof zum ersten Quartal des neuen Jahres in Markt Schwaben in Betrieb gehen muss. „Es gibt fortgeschrittene Pläne“, sagte unlängst Bürgermeister Georg Hohmann auf Nachfrage der Heimatzeitung. In den örtlichen Gremien wurden sie den Damen und Herren Mandatsträgern auch schon präsentiert. Um sie verwirklichen zu können, ist noch eine Bebauungsplanänderung erforderlich. Danach folgt der Bauantrag. Hohmann rechnet mit einem Baubeginn noch Ende 2017.  jödo

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