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Widder für engagierte Menschen: Markt Schwaben vergibt erstmals Ehrenpreise

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Von: Armin Rösl

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Ein Mann an einem Rednerpult.
Markt Schwabens Bürgermeister Michael Stolze zeigte 120 Folien. © Johannes Dziemballa

In der Bürgerversammlung von Markt Schwaben hat die Marktgemeinde erstmals Ehrenpreise vergeben. An zwei Einzelpersonen und eine Gruppe. Außerdem gab es 120 Folien zur Kommune.

Markt Schwaben – Erstmals in ihrer Historie hat die Marktgemeinde Markt Schwaben einen Widder vergeben. Richtig gehört: eine Skulptur, die aussieht wie ein Widder. In Anlehnung an den Widder von der Sempt, eine Figur aus der Zeit zwischen 450 vor Christus bis Christi Geburt, die Archäologen weiland an einer keltischen Viereckschanze bei Sempt gefunden haben.

Markt Schwaben: Individuelle Skulpturen

So, wie in diesen ersten Sätzen, hat auch Bürgermeister Michael Stolze den Spannungsbogen aufgebaut und versucht hochzuhalten, bevor er in der Bürgerversammlung am Donnerstagabend im Unterbräusaal verkündete, wer einen Widder erhält. Eine Skulptur samt Urkunde als Ehrenpreis der Marktgemeinde für Menschen, die sich engagieren. Den hat die Kommune in der Versammlung erstmals verliehen – an drei Personen bzw. Gruppen. Drei individuelle, einzigartige Widder-Skulpturen aus unterschiedlichen Materialien, jede Skulptur von einem Markt Schwabener Künstler bzw. einer Künstlerin geschaffen: Maria Heller, Bruno Kukla und Hans Wetzl.

Menschen nebeneinander.
Die Preisträger des Ehrenpreises. © Johannes Dziemballa

Einen Ehrenpreis erhielt Alois Rupprich, der zwar gar nicht in Markt Schwaben wohnt, aber dort seit vielen Jahren ehrenamtlich überall da engagiert ist, wo Hilfe benötigt wird. „Alois ist immer zur Stelle“, dankte Bürgermeister Stolze.

Den zweiten Widder überreichte er Anja Birnkraut, Ideen- und Impulsgeberin für den Markt Schwabener Kunstpfad. Nicht nur hierfür, sondern generell für ihren Einsatz für die Kunstszene in Markt Schwaben lobte Stolze Birnkraut.

Menschen in einem Saal
Etwa 80 Besucher kamen zur Bürgerversammlung in den Unterbräusaal. © Johannes Dziemballa

Widder Nummer drei teilen sich mehrere Personen: Den Ehrenpreis gab es für all jene, die sich seit Beginn des russischen Angriffskriegs um Flüchtlinge aus der Ukraine kümmern, die in Markt Schwaben untergebracht sind. Stellvertretend für alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nannte Bürgermeister Michael Stolze Maria Hartzendorf (die sich als erste im Rathaus gemeldet habe, ihre Hilfe ankündigte und diese dann auch koordinierte, so Stolze) sowie Judith Seibt, Claudia Stegmüller, Carola Schedl und Alina Sabko.

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Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger hatte eine Jury vorgenommen, das sogenannte „Ehrenpreis-Komitee“: Cornelia Hermansdorfer, Sandra Mayr, Altbürgermeister Bernhard Winter, Peter Fleischer, Bruno Kukla und Bürgermeister Michael Stolze. Sie mussten aus insgesamt 26 Vorschlägen, die aus der Bevölkerung gekommen waren, die Entscheidung treffen.

Markt Schwaben: Jury ohne Politik

Stolze wies in der Bürgerversammlung darauf hin, dass die Jury bewusst nicht aus Mitgliedern des Marktgemeinderates bestanden habe. Stattdessen habe jede Fraktion eine Person benennen können, die eben nicht im Kommunalparlament sitzt – damit es keine politische Jury sei. Zusätzlich zu den Ehrenpreisen zeichnete Bürgermeister Stolze noch zwei junge Sportler für deren Leistungen aus: Lennart Volkert und Sven Pollert (Bericht folgt).

Ausstellung
Der Aktivkreis Kunst und Kultur zeigte eine Ausstellung. © Johannes Dziemballa

Im Anschluss an die Ehrungen machte Bürgermeister Michael Stolze das wahr, was er zu Beginn den rund 80 Besucherinnen und Besuchern der Bürgerversammlung angekündigt hatte: Er zeigte via Beamer 120 Folien über Arbeit und Leben, Zahlen und Statistiken, Vorhaben und Projekte in Markt Schwaben. Sein Wunsch zu Beginn, dass nach dem Ende des offiziellen Teils die Besucher bitte noch bleiben mögen zum gemeinsamen Beisammensein (für das leibliche Wohl sorgte das Ostra-Partnerschaftskomitee) und sich die Ausstellung des Aktivkreises Kunst und Kultur, die im Saal aufgebaut war, ansehen mögen, dieser Wunsch des Bürgermeisters erfüllte sich nicht ganz: Je länger sein Vortrag dauerte (insgesamt gut 80 Minuten), desto mehr verließen vorzeitig den Saal.

Markt Schwaben: Bericht auf Gemeinde-Homepage

Wer sich die Folien und damit alle Informationen in Ruhe zu Gemüte führen möchte, kann dies ab sofort auf der Internetseite www.markt-schwaben.de tun, wo die Präsentation eingestellt ist.

An dieser Stelle sei nur dieser Überblick erwähnt: Stolze ritt durch verschiedene Aufgabenbereiche der Verwaltung weiter zur Finanzsituation, hin zu Baumaßnahmen (zum Beispiel Schulneubau, Hochwasserschutz und Kanalarbeiten) bis zu statistischen Zahlen (aktuell hat Markt Schwaben 14.094 Einwohner), der Ankündigung der Vier-Jahreszeiten-Märkte (nächster Termin: 3. Juli) bis zu den beliebtesten Vornamen bei Markt Schwabener Kindern, die 2021 geboren wurden: Emilia, Hannah und Mia bei den Mädchen, Matteo, Noah und Leon bei den Buben.

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