UN-Tribunal: Ratko Mladic zu lebenslanger Haft verurteilt

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Die Sperre kommt weg: Die Verbindungsstraße zwischen Markt Schwaben und Poing wird zum „Feld- und Waldweg“ und wieder für den Verkehr geöffnet.

Zwischen Markt Schwaben und Poing

Mit einem Kniff: Verbindungsstraße wird wieder geöffnet

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Markt Schwaben - Mit einem Kniff zieht sich Markt Schwaben aus der Verantwortung für den Unterhalt der Verbindungsstraße nach Poing - und gibt sie so wieder für den Verkehr frei. 

Nach der Erledigung von Formalitäten und dem Aufstellen von jeweils vier neuen Verkehrsschildern an beiden Enden bzw. Anfängen in Markt Schwaben und Poing wird die Verbindungsstraße zwischen den beiden Gemeinden wieder geöffnet. Die Markt Schwabener/Poinger Straße wird in einen „Feld- und Waldweg“ umgewandelt. Mit diesem Kniff ist die Marktgemeinde nicht mehr verantwortlich für die Verkehrssicherungspflicht. Dies hat der Marktgemeinderat jetzt in einer Sitzung mit großer Mehrheit beschlossen.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Gemeindeverwaltung von Markt Schwaben sind auf der Verbindungsstraße pro Woche im Schnitt 18.000 Fahrzeuge unterwegs. „Dafür ist eigentlich eine sechs Meter breite Straße notwendig“, erklärte Sachgebietsleiterin Katrin-Maria de Laporte: „Das haben wir hier aber nicht.“

Weil eine langfristige Vollsperrung wegen dringender Nutzung durch Landwirte aber nicht zweckmäßig sei, schlug die Verwaltung vor, den Straßenbelag auf der Strecke abzufräsen. „Dann fahren mit Sicherheit viel weniger durch“, mutmaßte de Laporte. Und: „Für den dann entstandenen Feld- und Waldweg entfällt die Verkehrssicherungspflicht durch die Marktgemeinde.“ Alle anderen möglichen Maßnahmen, wie versenkbare Absperrpoller oder eine abschließbare Schranke, seien wenig sinnvoll.

In der Diskussion in der Marktgemeinderatssitzung kristallisierte sich aber schnell heraus, dass eine deutliche Mehrheit der Ratsmitglieder die bestehende Asphaltdecke nicht unnötig und noch dazu mit einem Kostenaufwand von über 20.000 Euro zerstören möchte. Auf das Abfräsen solle verzichtet werden. Jörg Holley (CSU) meinte: „Es ist doch möglich, die Straßennutzer mit entsprechenden Schildern auf die Situation aufmerksam zu machen.“ Nach seinen Recherchen wären an beiden Straßenenden bzw. -anfängen jeweils vier Verkehrszeichen notwendig: Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h, „verengte Fahrbahn“ (wegen der beschädigten Straßenränder), „schlechter Fahrbahnrand“ und „Bankette nicht befahrbar“. 

Schon im Sachvortrag vor der Diskussion und der Entscheidung hatte Bürgermeister Georg Hohmann (SPD) betont, dass die Nachbargemeinde Poing der Totalsperre der Straße entlang der Bahn nicht zustimmen werde (wir berichteten). Jetzt, nach der Umwidmung, sei es keine Verbindungsstraße mehr, sondern ein „Feld- und Waldweg“. Ob er künftig von Autofahrern deshalb gemieden wird, bleibe abzuwarten.

Armin Rösl

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