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Ziemlich belastet, man sagt auch überspielt, sind die Fußballfelder in der Marktgemeinde. Nun wächst wieder die Hoffnung, dass bald eine Entlastung da ist. 

Neues Vereinsheim und neuer Rasenplatz

Markt Schwabener Fußballer hoffen auf neuen Platz und neues Heim

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Markt Schwaben - Etwa 500 Jugendliche kicken im Verein in Markt Schwaben, dazu kommen noch etliche Senioren. Sie alle brauchen Platz. Platz, den es in ausreichendem Umfang nicht gibt. Ein zweites Spielfeld auf dem BSG-Gelände soll Abhilfe schaffen. Die Planung könnte im Mai starten.

Einen Fußballspieler nennt man überspielt, wenn er im Saisonverlauf viel zu oft zum Einsatz kommt, sodass er einfach nicht mehr seine Topleistung „abrufen“ kann, wie das bei den Kickern so heißt. Ein Rasenspielfeld ist auf Dauer überspielt, wenn es durchschnittlich pro Woche mehr als 40 Stunden lang von Fußballern oder anderen Nutzern im Training oder im Wettkampf betreten wird. In Markt Schwaben ist so ziemlich jedes Fußballfeld überspielt. Von 70 bis 75 Wochenstunden war jetzt im Marktgemeinderat die Rede. Und dabei sei der Schulsport noch nicht einmal eingerechnet, wie Bürgermeister Georg Hohmann im Plenum anmerkte.

Derart intensive Nutzung bleibt in der Regel nicht folgenlos. Besonders der Nebenplatz im Stadion macht einen ziemlich ramponierten Eindruck, aber auch das Stadionspielfeld kann Folgen einer Überspielung nicht mehr verbergen, ganz zu schweigen vom Jahnsportplatz.

Eine Problemlösung bekommt man, da ist man sich einig, nur hin, wenn die Zahl der Felder für Spiele und Training erhöht werden kann. Dazu soll der bestehende, für Wettkämpfe aber zurzeit nicht brauchbare BSG-Platz entsprechend auf Vordermann gebracht werden. Zugleich ist daran gedacht, ein benachbartes Grundstück (im Eigentum der Kirche) zu nutzen und einen zweiten Rasenplatz anzulegen. Es gibt da eine Erbpachtregelung zwischen der Gemeinde und der Pfarrpfründestiftung.

Die Errichtung dieser beiden Rasenspielfelder mit Flutlichtmasten ist im Marktgemeinderat längst beschlossene Sache, die Baugenehmigung dazu besteht seit Oktober 2012. Im Oktober 2016 hatte der Markt eine Baugenehmigungsverlängerung um weitere zwei Jahre beantragt, um Zeit zu gewinnen.

Gleiches gilt für den Bau eines zweigeschossigen Sportheims an der Finsinger Straße. Genehmigt im Oktober 2012, Verlängerung um zwei Jahre beantragt. Zwei Vollgeschosse sind geplant mit Umkleide, Sanitärbereich und Vereinsheim auf einer Fläche von 375 Quadratmetern.

In diesen Tagen erneuerte der Marktgemeinderat seinen Beschluss von damals und signalisierte bei zwei Gegenstimmen (von Susanne May und Manfred Hoser), das Projekt Neubau Sportheim mit zwei Rasenplätzen umzusetzen. Die Verwaltung wurde zugleich beauftragt, zuvor zu ermitteln, was genau der Bedarf der Sportvereine ist und wie eine kostengünstige und zugleich den Bedürfnissen angemessene Lösung ausschauen könnte. In diesem Zuge soll auch geklärt werden, ob die beiden künftigen Plätze an der Finsinger Straße zu Trainingszwecken und/oder zu Wettkämpfen gebraucht werden.

Dass die Zustände dort auf Dauer nicht mehr tragbar seien, hatte Georg Hohmann im Sitzungsverlauf nochmals betont. Nichts ist derzeit unbestrittener im Marktgemeinderat als diese Feststellung.

Rund 500 Jugendliche betreiben zurzeit Fußball vereinsmäßig in der Marktgemeinde. Sie teilen sich auf 32 gemeldete Mannschaften auf, so der Vorsitzende der Spielvereinigung Markt Schwabener Au, Sigi Huber. Im Laufe einer Saison sei es normal, dass an jedem Wochenende zwischen 16 und 20 Heimspiele ausgetragen werden müssen. Dafür stehen das Stadion, das Kunstrasenfeld, der Stadionnebenplatz und der Jahnsportplatz zur Verfügung. Vier Großspielfelder also. Noch, muss man anfügen, denn der Jahnplatz steht bekanntlich im Zuge des geplanten Schulzentrum-Neubaus zur Disposition.

Noch prekärer schaut es unter der Woche aus. Huber berichtet, dass teilweise fünf Mannschaften gleichzeitig auf einem Spielfeld trainieren. Das seien bis zu 70 Spieler. Dass unter diesen Umständen die Plätze Schaden nehmen, was wiederum Reparatur- und Wiederbeschaffungskosten auslöst, verstehe sich von alleine, so Huber in einem Gespräch mit der EZ. Um den Spiel- und Trainingsbetrieb halbwegs aufrecht zu erhalten und zu verbessern, sei eine Entlastung der bestehenden Plätze zwingend erforderlich.

Der zeitliche Fahrplan sieht nun vor, dass mit den Planungen für ein Vereinsheim und Rasenplätze in der Finsinger Straße im Mai oder Juni begonnen werden könnte. Mit einem Baubeginn ist nach Einschätzung der Verwaltung heuer nicht mehr zu rechnen. Zuvor muss man jedoch noch den Verlauf der Haushaltssitzungen abwarten. Im Haushaltsentwurf der Marktgemeinde für 2017 sind Gelder für die genannte Maßnahme zwar eingestellt, endgültig entscheidet aber der Rat in seiner Haushaltsdebatte irgendwann in der ersten Jahreshälfte. Nächstmalig ist der kommunale Etat am 31. Januar Thema im Finanzausschuss, der tagt dann aber noch nichtöffentlich.

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