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In der Henleinstraße wird bald gebaut. 

Neue Firmen kommen

Markt Schwabener Gewerbepolitik zeigt Erfolge

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Erfeulich für die Marktgemeinde: Mehrere Firmen wollen sich in Markt Schwaben ansiedeln und bauen.

Markt Schwaben– Drei Tagesordnungspunkte aus der jüngsten Schwabener Bauausschusssitzung zeigen: Es ist Bewegung in der örtlichen Gewerbepolitik vorhanden. In der Henleinstraße wird demnächst gebaut. Im Wiegenfeld aber gibt es Probleme.

Zwei neue Betriebe (und damit mutmaßlich zwei neue Gewerbesteuerzahler), die sich demnächst im Gewerbegebiet Burgerfeld ansiedeln werden – speziell in der Henleinstraße: keine schlechten Nachrichten für den Markt Markt Schwaben, die da zu vernehmen waren im öffentlichen Teil der aktuellen Haupt- und Bauausschusssitzung.

Auch wenn in beiden Vorgängen Überschreitungen von Wandhöhen oder Baugrenzen vorlagen, sah man im Gremium letztlich keine Probleme, dem Bauantrag bzw. der Bauvoranfrage zuzustimmen und das gemeindliche Einvernehmen in Aussicht zu stellen. Beide Abstimmungen erfolgten einstimmig mit 9:0.

In einem Fall geht es um den Neubau einer Gewerbehalle mit Büros für einen Maschinenbaubetrieb in der Henleinstraße 4. Das Grundstück hat eine Fläche von 4509 Quadratmetern, die Grundfläche der geplanten Bebauung (also Halle und Bürotrakt) beträgt 2004 Quadratmeter. Die 34 erforderlichen Stellplätze, so hieß es, könnten auf dem Grundstück nachgewiesen werden.

In direkter Nachbarschaft, in der Henleinstraße 6, sollen nach der vorliegenden Voranfrage zwei Gewerbegebäude für einen Gebäudemanagement- und Reinigungsbetrieb errichtet werden. Das Grundstück hat eine Größe von 2107 Quadratmetern, die beiden geplanten Gebäude sollen dem Vernehmen nach 253 und 311 Quadratmeter Grundfläche beanspruchen.

Deutlich härter tat sich der Bauausschuss mit einer Vor-anfrage zum Bau einer weiteren Werkshalle auf dem Gelände des Druckgusswerkes im Wiegenfeld. Mit der geplanten Halle werde lediglich eine Gebäudelücke geschlossen, hieß es im Ausschuss. Das besagte Areal sei jetzt schon zum großen Teil versiegelt.

Problem aber war und ist: Durch den geplanten Bau verschiebt sich das Verhältnis zwischen bebauter Fläche und Gesamtgrundstück so sehr, dass die maximal zulässige Quote, die in der so genannten Grundflächenzahl (GRZ) zum Ausdruck kommt, nicht mehr eingehalten werden kann. In diesem Fall liegt die Grenze bei 0,8. Das bedeutet, dass künftig über 80 Prozent des Firmen-areals bebaut sind.

Begründet wurde die beantragte Befreiung vor allem mit wirtschaftlichen Argumenten. In der neuen Halle soll ein Wärmofen zur Behandlung der hergestellten Aluminiumgussteile errichtet werden. Geplant ist vom Antragsteller eine Inbetriebnahme Anfang 2019.

Im Haupt- und Bauausschuss sah man sich nicht in der Lage, in öffentlicher Sitzung eine Entscheidung herbeizuführen. Die Entscheidungsfindung erfolgte nichtöffentlich, wurde aber später nochmals öffentlich bekanntgemacht. Da war jedoch kein Besucher mehr anwesend. Das Bauamt teilte auf EZ-Anfrage mit, dass es bei der Abstimmung ein 4:4 gegeben habe. Ein Gemeinderat, Heinrich Schmitt, war vorher, zu Beginn der nichtöffentlichen Sitzung, gegangen.

Ein 4:4 bedeutet in diesem Fall: Das gemeindliche Einvernehmen wird nicht erteilt. Einer Befreiung von den Feststetzungen im Bebauungsplan samt Überschreitung der GRZ von 0,8 auf 0,92 wurde also nicht zugestimmt.

Andeutungen, warum sich die Schwabener Lokalpolitik mit einer diskussionslosen Zustimmung schwertat, machte Dritter Bürgermeister Joachim Weikel. Er sprach von direkten Forderungen an die Kommune von einem Betrieb, der über die Gewerbesteuer nichts beitrage zur Finanzierung der Gemeindeetats.

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