+
An dieser Stelle soll laut Architektenplanung einmal ein Dachkreuz auf das evangelische Gemeindezentrum Markt Schwaben errichtet werden. Die Idee ist nicht verworfen worden, Sorgen hat man zurzeit an anderen Stellen. 

Altlasten und andere Probleme

Dachkreuz in der Warteschleife

  • schließen

Zusätzliche Kosten kommen auf die evangelische Gemeinde Markt Schwaben zu. Beim Bau der neuen Sakristei wurden Altlasten festgestellt.

Markt Schwaben – Eine Binsenweisheit: Wer baut, der erlebt schon mal sein blaues Wunder! Zumindest mit einer ziemlich unangenehmen Überraschung hatten es die Verantwortlichen innerhalb der evangelischen Gemeinde in Markt Schwaben zu tun. Auf Nachfrage der Ebersberger Zeitungbestätigte Pfarrer Karl-Heinz Fuchs, dass man im Zusammenhang mit dem laufenden Bau der neuen Sakristei neben der Philippuskirche in Markt Schwaben unerwartet mit Mehrkosten – geschätzt im fünfstelligen Bereich – wird klarkommen müssen. Entstanden sind sie durch Altlasten, die man bei den laufenden Arbeiten im Bereich eines ehemaligen Kellers unterhalb des jetzigen Neubaus gefunden hatte.

Es geht um 60 bis 70 Kubikmeter Aushub mit mehr oder weniger durch Teer stark verunreinigtem Bauschutt; vermutlich aus den 70er Jahren. Der konnte und durfte, um die bestehenden Auflagen voll zu erfüllen, nicht wie gewöhnlicher Bauschutt entsorgt werden, so der Tiefbauunternehmer Hannes Hörgstetter aus Forstinning. Stattdessen war das Material in gut einem halben Dutzend Containern 350 Kilometer weiter in den Raum Würzburg gefahren worden, um es dort fach- und sachgerecht beseitigen zu lassen. Von dem verunreinigten Bauschutt sei, so betonte Hörgstetter, keine Gefährdung der Umwelt ausgegangen.

Wie groß die Zusatzkosten sind, die durch diese Extrabeseitigung der Altlast entstanden sind, kann Fuchs derzeit noch nicht genau bemessen. Er will erst eine Endsumme abwarten, um dann bei den entsprechenden Kirchenstellen nachzufragen und eventuell eine weitere Unterstützung zu erhalten.

Was den Bau der Sakristei angeht, so wurde jetzt die neue Tür eingesetzt, die künftig Sakristei und Altarraum verbindet. Dabei ist mit größter Sorgfalt zu arbeiten, weil laut Fuchs unbedingt vermieden werden soll, dass Staub in das Innere der Philippuskirche eindringt. Der größte anzunehmende Störfall wäre, wenn durch eine unkontrollierte Staubbildung die Orgel in Mitleidenschaft gezogen werden würde. „Dann wird’s richtig teuer“, so Fuchs, der damit rechnet, dass sie Arbeiten an der Sakristei bis Anfang April fertiggestellt sein werden.

Weil sich bei der Kalkulation nun ein paar überraschende Zusatzausgaben ergeben haben, ist ein Thema derweil etwas aus dem Fokus geraten: der Bau eines Dachkreuzes auf dem Flachdach des schon eingeweihten neuen Gemeindezentrums. Man habe das Projekt nicht aus den Augen verloren, so Fuchs, wolle aber nun erst einmal im Kirchenvorstand und im Bauausschuss beraten, was praktikabel und zugleich auch bezahlbar ist. Das Kreuz soll, so die Idee der Architekten, über eine Sichtachse einen Bezug herstellen zwischen den Kirche und Gemeindezentrum.

Spendenkonto

Noch gut 200 000 Euro (ohne die Sakristei) braucht die evangelische Gemeinde Markt Schwaben für ihre Baumaßnahme. Das Spendenkonto lautet: Evangelisches Pfarramt Markt Schwaben, IBAN: DE 61 702 501 50 0000 304 113

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mehr Geld für Bäcker
Sie backen ab sofort größere Semmeln: Im Landkreis Ebersberg bekommen die rund 980 Beschäftigten in Bäckereien mehr Geld.
Mehr Geld für Bäcker
Wandern durch 4000 Jahre Geschichte
Das Neubaugebiet von Poing gilt als die größte zusammenhängende Fläche in Bayern, die archäologisch untersucht wird. Gefunden wurden unter anderem 4000 Jahre alte Gräber.
Wandern durch 4000 Jahre Geschichte
Reifenhalle für Kirchseeoner Autohaus
Am Autohaus Kirchseeon am östlichen Ortsrand in Richtung Ebersberg entsteht eine Halle für ein Reifenlager. Dazu gab der Gemeinderat jetzt seine Zustimmung.
Reifenhalle für Kirchseeoner Autohaus
Autos sollen unter die Erde
„Einen Tod muss man sterben. Man kann nicht sagen, Grün wohnen und dann zwei bis drei Stellplätze haben.“ Das sagte jetzt Gemeindebaurätin Brigitte Littke im …
Autos sollen unter die Erde

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.