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Wie ein mediterraner Sommerabend

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Grafing - Ein mediterraner Sommerabend, jede Menge gute Laune und Musik: Die Zutaten stimmten. Und so das Kneipenmusikfest in Grafing ein Cocktail, den viele Gäste in vollen Zügen genossen.

Dabei war für jeden Geschmack etwas: Wer es lieber geschüttelt mochte, der kam bei der Band „Confusion“ auf seine Kosten, die neben der ehemaligen Gaststätte Canapé den Markplatz mit funkigem Sound erbeben ließ. Davor hatte sich eine große Traube junger Leute gesammelt. Ebenso wie im benachbarten Mocca, wo „Screaming Nightmare“ den Saal mit markigem Hard Rock zum Kochen brachte.

Rockig ging es auch im Heckerbräu zu, wo die Gruppe „Roadhawks“ mit Schlagzeug, Bass und Gitarre für satten Sound sorgte. Wer seinen Musikmix lieber gerührt genießen mochte, der war in der Weinstube Sirtl richtig. „Joachim Jann, Peter Satzger & Friends“ boten Swing und Groove von Cole Porter bis Jobim.

Bilder vom Grafinger Kneipenfest

Ein besonderes Schmankerl für die Freunde des Jazz wartete etwas versteckt in der Kellerbar des Kastenwirts: Ursprünglich als „Jazzstandards“ angekündigt, überraschte „Matthias Rethberg“ mit seinem Trio die Jazzliebhaber mit interessanten, feinen Eigenkompositionen. „Für unsere Musik braucht man keine Vorbildung, nur ein offenes Herz und offene Ohren“, antwortet der Dresdner auf Fragen nach der besonderen Ausrichtung. Rethbergs Spiel am Piano wurde ergänzt durch Simon Arnold an den Drums und Christoph Hutter am Bass.

Als wahrer Publikumsmagnet am Marktplatz erwies sich die Gruppe „Septime“ vor dem Lokal „Il Ristorante“. Zu bekannten Cover-Songs sangen und wippten die Zuhörer mit. Am Ende wurde es auf der improvisierten richtig eng.

Mit einer kleinen Tanzeinlage überraschten die „Swinging G’s“ ihre Gäste: Zu einem Salsa schwang plötzlich ein Tanzpaar die Hüften und führte kunstvolle Drehungen vor. Natürlich durften auch die typischen Swingmelodien der Bigbands nicht fehlen: American Petrol von Glenn Miller brachte die Gäste ebenso zum träumen wie die berühmte Moonlight Serenade. Die schien wie geschaffen für die Location der Swinging G’s, die dieses Jahr im Wildbräuhof hinter dem Marktplatz spielten und über dessen Silhouette sich zu späterer Stunde ein fast voller Mond erhob.

In ferne Länder entführte die Gruppe „Kadushi Project“, die im Café Hasi Latin-Rhythmen für eine begeisterte Fangemeinde spielten. Schon von Weitem hörte man Richy Richardsons „Over the Rainbow“ über den Urtelbach klingen. Und wer einmal drin war, der hatte Mühe, sich wieder von den karibischen Klängen zu lösen.

Zwei Überraschungen warteten in der Münchner Straße: Im Star Döner spielte die Gruppe „Huntcase Coversongs“, angenehm unplugged. Schräg gegenüber sang im Eiscafé Opera „Lili Sommerfeld“ mit voller Stimme Modern Soul. Der Biergarten des Kastenwirts wurde gleich doppelt besetzt. Da war zum einen die Gruppe „Bajuwarix“ mit Mundartfolk, die von Bikern, von Fahrten nach Italien, aber auch vom Leben in Schwabing sang. Und die Band „The Brass“ um Rudi Baumann, bei dessen Gesang der eine oder andere Besucher eine Gänsehaut bekam. Baumann: „Diese Veranstaltung ist eine feste Größe in unserer Musikszene“.

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