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Mehrgenerationenhaus: Schurer fordert Licht ins Dunkel

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Ewald Schurer,
Bundestagsabgeordneter der SPD.
Ewald Schurer, Bundestagsabgeordneter der SPD.

Vaterstetten - Der Streit um die künftige Finanzierung der Mehrgenerationenhäuser entwickelt sich zum Dauerbrenner.

Ende des vergangenen Jahres hatte der Erdinger CSU-Bundestagsabgeordnete Max Lehmer noch ein Folgeprogramm für die Einrichtungen gelobt und frohlockt: „Die hervorragende Arbeit der Mehrgenerationenhäuser in Vaterstetten im Landkreis Ebersberg und in Taufkirchen im Landkreis Erding kann damit in die Zukunft getragen werden.“ Er räumte jedoch auf Nachfrage der EZ ein, dass es künftig weniger Geld vom Bund geben werde.

Hintergrund: Der Haushalt der Vaterstettener Einrichtung beziffert sich auf rund 100 000 Euro. 60 000 Euro zahlt jetzt schon die Gemeinde, 40 000 Euro der Bund.

Für den Ebersberger SPD-Bundestagsabgeordneten Ewald Schurer sind derzeit noch viele Fragen ungeklärt. Er will unter anderem wissen, wie viele und welche Träger in Zukunft weiter gefördert werden und wie die Förderbedingungen ausgestaltet werden sollen. Das sage nämlich das zuständige Bundesfamilienministerium bisher nicht, so Schurer. Es bestehe die Gefahr, dass ein gesellschaftspolitisch so wichtiges Thema von „Schwarz-Gelb“ verschlafen werde.

„Das Familienministerium hat monatelang wertvolle Zeit verstreichen lassen“, kritisiert der SPD-Abgeordnete. „Nun drängt die Zeit, um eine nachhaltige Anschlussförderung auszuarbeiten. Die Träger müssen mit weiteren Monaten der Ungewissheit rechnen, bis ein neues Bundesprogramm ausgeschrieben wird. Sie werden sich neu bewerben müssen.“ Die Bundesförderung werde nicht automatisch verlängert.

Schurer erklärte zudem, die SPD-Bundestagsfraktion habe zu diesem Thema jetzt eine so genannte „Kleine Anfrage“ in den Deutschen Bundestag eingebracht, „um mehr Licht ins Dunkel zu bringen“. Jetzt müsse die Bundesregierung zeitnah Stellung beziehen und ihre Vorstellungen zur Zukunft der Mehrgenerationenhäuser auf den Tisch legen. „Das Ministerium darf sich in seinen Antworten um wichtige Details nicht länger herumdrücken“, fordert Schurer.

Von Robert Langer

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