Besucher des Neubürger-Empfangs in Oberpframmern, der vom Verein „Pframmerner Kinder“ organisiert wird. Foto: jro

Von der Metropole ins 2400-Seelen-Dorf

Oberpframmern - Die Gemeinde Oberpframmern erfreut sich großer Beliebtheit - vergleichsweise günstiges Bauland ist einer der Gründe.

Vor drei Jahren sind die Münchner Stefan und Virginie Kober nach Oberpframmern gezogen. Wegen des schönen und günstigen Hauses, dass das Paar zur Miete entdeckt hatte. Vor sechs Monaten kam Tochter Isalie zur Welt. Zu dritt besuchten die Kobers am Sonntagnachmittag den Neubürgerempfang in ihrer neuen Heimatgemeinde. Und die junge Familie war prädestiniert: Zur Veranstaltung waren Zugezogene und Neugeborene eingeladen.

Immerhin 178 Menschen sind in den vergangenen zwei Jahren nach Oberpframmern umgezogen. Gleichzeitig wurden 31 Babys geboren. Damit sich die neuen Dorfbewohner gesellschaftlich auskennen, organisiert die Vorsitzende Corinna Riedhofer und ihr Verein „Pframmerner Kinder“ alle zwei Jahre den Empfang. Heuer war das Treffen in der Mehrzweckhalle zum dritten Mal, sämtliche Vereine stellten sich mittels Infoständen vor: Feuerwehr, Schützenverein, TSV, Bücherei, Gartenbauverein, Kirchenchor, Nachbarschaftshilfe, Kinderförderverein, Pfarrei, Kindergarten, Hort, Rotes Kreuz und viele mehr.

„In der Krabbelgruppe sind wir schon dabei. Heute wollen wir uns über Tagesbetreuung, Kindergarten und Schule informieren“, sagt Virginie Kober, 36. Außerdem will das Paar beim Empfang neue Menschen kennenlernen. „Ich habe mich sehr auf heute gefreut.“ Durch die Einladung fühle sich die Familie willkommen im Dorf, sagte Stefan Kober, 38.

Dass die Pframmerner Vereinsmesse „eine super Sache“ ist, „gerade für Kinder“, finden auch Eva und Stefan Wächter mit ihren Kindern Sonja, 9, Bianca, 6, und Julia, 3. Die Familie ist vor eineinhalb Jahren von Taufkirchen in die Gemeinde gezogen. Auch die Wächters haben sich hier in ein Haus und in den vergleichsweise günstigen Kaufpreis verliebt. Und in die Umgebung. „Hier ist soviel grün, soviel Wald.“ Außerdem seien die Leute nett. Damals nach der Hausbesichtigung kehrte die Familie ins Wirtshaus ein und fühlte sich sofort wohl im Dorf. „Wir bleiben auf alle Fälle hier.“

Bürgermeister Andreas Lutz (CSU) hieß „die Neuen“ in einer Ansprache herzlich willkommen und wünschte schnellen Anschluss. Gleichzeitig forderte er die Gäste auf, künftig am Dorfgeschehen teilzunehmen. Besonders begrüßte Lutz die neuesten Bürger: Die fünfköpfige Flüchtlingsfamilie Taraani aus Syrien, die seit zwei Wochen im Pfarrheim untergebracht ist.

Stefan und Virginie Kober wollen erst einmal für fünf Jahre in ihrem Pframmerner Mietshaus bleiben. Vielleicht aber auch für immer.

Carolin Nuscheler

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