Grünen Wasserstoff sollen Busunternehmer an zwei Stellen im Landkreis Ebersberg tanken können.
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Grünen Wasserstoff sollen Busunternehmer an zwei Stellen im Landkreis Ebersberg tanken können.

Förderprojekt für ÖPNV

5,1 Millionen Euro für Wasserstoff-Busse: Kreistag winkt Förderung gegen Widerstand durch

  • Robert Langer
    vonRobert Langer
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Jetzt ist es durch: Der Landkreis Ebersberg investiert pro Jahr maximal 850 000 Euro in die Wasserstofftechnologie für Busse im ÖPNV, und das sechs Jahre lang. Macht zusammen rund 5,1 Millionen Euro. Dem stimmte der Kreistag jetzt zu. Dagegen votierten die SPD und Teile der Grünen.

Landkreis - Der Landkreis Ebersberg hatte sich im Jahr 2019 gemeinsam mit den Landkreisen Landshut und München sowie weiteren Projektpartnern im Rahmen des Bundes-Förderprogramms „HyLand-Wasserstoffregion in Deutschland erfolgreich beworben. Es geht um den Ersatz von Dieselbussen im ÖPNV durch Brennstoffzellenbusse. Fünf Busse sind im Programm angedacht. Der Landkreis fördert die Zusatzkosten zum Dieselbetrieb. Zwei Unternehmer haben konkreteres Interesse gezeigt: Ettenhuber aus Glonn und Reisberger aus Frauenneuharting. Im Rahmen des Projektes sollen zwei Wasserstofftankstellen im Landkreis entstehen. Verwendet werden soll „grüner Wasserstoff“.

Wasserstoff-Förderung: SPD ist dagegen, Grüne sind geteilter Meinung

Martin Lechner (CSU) warb im Kreistag für das Projekt. Wenn keiner Wasserstoff anbiete, werde auch keiner in Wasserstoff investieren, so sein Argument.

Bianka Poschenrieder (SPD) konterte, Grüner Wasserstoff müsse mit erneuerbaren Energien gewonnen werden. Davon gebe es im Landkreis nicht ausreichend. Zudem gebe es durch das Programm keine neue Buslinie. Das Geld sei an anderen Stellen besser eingesetzt als für dieses „Prestige-Projekt“. Bei den Grünen gibt es keine einheitliche Meinung zu diesem Projekt, wie Thomas von Sarnowski im Kreistag einräumte. Ein Punkt der Befürworter in Reihen der Grünen schon im Vorfeld: „Wenn nicht ein reicher Landkreis wie Ebersberg das Pilotprojekt finanzieren kann, wer dann?“

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