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Mittelschule: Tendenz in Richtung Forstern

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Hohenlinden - Der Streit, was bei der seit Wochen laufenden Debatte um die neue Mittelschule für die Hohenlindener Kinder das Beste ist, hält an. Eltern fühlen sich schlecht informiert, die Schüler sind zu Spielbällen der lokalen Schulpolitik geworden. Doch jetzt zeichnet sich eine Tendenz ab: Forstern

„Zum Wohle unserer Kinder“; so hört man allerorten, wenn es um die schulpolitische Motivation der Kommunalpolitiker zwischen Pastetten, Buch, Forstern, Markt Schwaben, Hohenlinden oder Poing geht. Jetzt war, wie berichtet, zum Beispiel im Gemeinderat in Buch am Buchrain die Vermutung geäußert worden, dass die Hauptschule Markt Schwaben die fast 60 Hohenlindener Kinder dringend brauche, um den eigenen Standort sichern zu können.

„Absoluter Unsinn“, sagt etwa der Seminarrektor Jörg Meier aus Hohenlinden. „Wir können auch ohne Hohenlinden auskommen“, ergänzt Konrektor Alfred Scheffelmann. Jörg Meier verweist darauf, dass die breite Palette der zukünftigen Mittelschul-Instrumentarien mit mehr Schülern besser auszuschöpfen sei, das Wohl und Wehe der Mittelschule Markt Schwaben/Poing hänge aber nicht davon ab, wohin Hohenlinden demnächst seine Hauptschüler schicke.

In einem von Meier verfassten internen Informationspapier zum Mittelschulverbund hat er mögliche Vorgehensweisen ausgearbeitet. Sein Favorit: Forstern schließt sich gänzlich dem Verbund Markt Schwaben/Poing an. Allerdings gefährde diese Vorgehensweise womöglich denSchulverbund Erding Nord, räumt Meier ein. Mit seinem Vorschlag hatte er im Nachbarlandkreis für erhebliche Aufregung gesorgt.

Aufregung herrscht auch unter den Eltern Hohenlindener Grundschüler. Man fühlt sich nicht ausreichend und obendrein tendenziell informiert, außerdem seien nicht alle brennenden Fragen von den Politikern beantwortet worden, schildert die Hohenlindener Beiratsvorsitzende Monika Griebl die Stimmungslage unter den betroffenen Vätern und Müttern an der örtlichen Volksschule. Als Dorfen und Taufkirchen als mögliche Schulorte für Hohenlindener M-Schüler ins Spiel gekommen seien, hätten es viele mit der Angst bekommen, so die Mutter eines Drittklässlers. Deshalb begrüßt sie auch uneingeschränkt ein (mittel)-schulpolitisches Forum, zu dem Bürgermeister Ludwig Maurer am kommenden Donnerstag, 27. Januar, um 20 Uhr, ins Wendlandhaus eingeladen hat.

Die gegenwärtige Stimmungslage unter den Eltern in Hohenlinden scheint deutlich zu sein. „Eindeutig pro Forstern“, so Griebls persönliche Einschätzung. Inzwischen werden in Hohenlinden auch Unterschriften gesammelt. Auch hier geht die Tendenz klar in Richtung Forstern.

von Jörg Domke

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