Eine kleine „Malerin“ begutachtet das Werk, das sie zusammen mit vielen anderen Helfern fertiggestellt hat.
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Eine kleine „Malerin“ begutachtet das Werk, das sie zusammen mit vielen anderen Helfern fertiggestellt hat.

Gemeinschaftsaktion sorgt für mehr Sicherheit vor der Schule

Tolle Idee: Bunter Zaun soll in Moosach Autofahrer bremsen

in einer Gemeinschaftaktion sorgen die Moosacher für mehr Verkehrssicherheit vor ihrer Schule. Sie schritten zur Tat, da die Behörden Tempo 30 nicht zulassen.

Moosach – An der Grundschule und der Mittagsbetreuung (MiMo) in Moosach wird häufig unangemessen schnell gefahren. Die Anträge der Gemeinde, hier Tempo 30 km/h auszuschildern, wurden von den zuständigen Stellen für Straßenverkehr abgelehnt, da es sich hier um die Kreuzung einer Staatsstraße und einer Kreisstraße handelt. An derart klassifizierten Straßen lässt die bundesweit geltende Straßenverkehrsordnung keine weitere Geschwindigkeitsbegrenzung zu.

Bunter Zaun als deutliches Signal

Nach Beratungen mit dem Landratsamt und der zuständigen Polizei war klar geworden, dass es eine andere Möglichkeit gibt, die die allgemeine Achtsamkeit schärft: Ein bunter Zaun ist ein deutliches Signal an alle Verkehrsteilnehmer, dass hier viele Kinder zu erwarten sind. Die Erfahrung der kommunalen Verkehrsüberwachung aus anderen Gemeinden zeigt, dass an solch bunten Zäunen die gesamte Situation deutlich sicherer wird, berichtet Dirk Müller, Verkehrsbeauftragter der Gemeinde. Die Wirkung solch bunter Zäune ist für Ortsfremde und Einheimische gleichermaßen eindeutig und wird als „Vorsicht Kinder“ wahrgenommen.

Gemeinschaftsaktion lockt viele Helfer an

In einer gemeinsamen Aktion – organisiert von „Moosacher Bürger“ und der CSU-Ortsgruppe – strichen Kinder, Mütter und Väter aus Moosach die beiden Zäune an der Kreuzung bunt an. Nach einer Einweisung durch den örtlichen Malerfachbetrieb wurde der Zaun zuvor abgeschliffen und anschließend mit wasserlöslichen, umweltverträglichen Signalfarben Rot, Gelb, Grün und Blau angestrichen. An der Aktion beteiligten sich nicht nur der erste und zweite Bürgermeister, drei Gemeinderäte, sowie der Verkehrsbeauftragte der Gemeinde, es gab auch viele freiwillige helfende Hände. Die Kinder durften mit anpacken und ihre Zäune für ihre eigene Sicherheit selbst anmalen.

Wenn Kinder streichen, ist der Farbverbrauch etwas höher als bei Profi-Malern – deshalb reichte die geplante Menge an Farbe nicht ganz. Nun wird Farbe nachbestellt und der Zaun komplett fertiggestellt. Während der Aktion gab es viel positiven Zuspruch von Vorbeifahrenden und Fußgängern, weil der Zaun nicht nur den Verkehr sicherer machen soll, sondern auch noch schön aussieht. Nach vier Stunden hatten rund. 50 helfende Hände acht Liter Farbe verteilt und mit einer gemeinsamen Brotzeit die Aktion beendet. „Bleibt zu hoffen, dass zukünftig mehr Verkehrsteilnehmer an dieser kritischen Kreuzung langsamer und rücksichtsvoller fahren“, sagt Dirk Müller.  

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