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Führte professionell durch den Informationsabend: Marco Lindenberg, Sprecher der Bürgerinitiative des Sackmannhauses, die eine zentrale Unterbringung von Asylbewerbern in der Gemeinde Moosach verhindern wollen. 

Flüchtlinge: Lieber mit weniger Gästen grillen

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Moosach - Die Bürgerinitiative Sackmannhaus informiert über Modell der Mikrohäuser zur Asylbewerber-Unterbringung in Moosach.

„Es ist leichter, acht Leute zum Grillen einzuladen als 48“: Dieses Zitat macht deutlich, wovor die Bewohner des Moosacher Sackmannhauses Bedenken haben. Es geht ihnen um die Aufnahme von Flüchtlingen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft in der kleinen Gemeinde und darum, wie das am besten gelingen könnte. Dazu organisierten die Initiatoren einen professionelle Bürgerinformationsabend im Moosacher Eventstadl. Der Tenor: Weniger tut es auch.

Freilich versuchte Referent Marco Lindenberg mehrfach den Eindruck zu zerstreuen, die Bürgerinitiative sei generell gegen die Unterbringung von Asylbewerbern in ihrer Kommune. „Wir wollen nicht das Minimum“, erklärte er eingangs der sehr gut besuchten Veranstaltung. „Aber wir wollen das steuern.“

Wieso, so fragte Lindenberg, solle die Kommune mehr Asylbewerber aufnehmen, als „gesetzlich“ also nach Königssteiner Schlüssel für die Gemeinde vorgesehen sei. Das wäre dann der Fall, argumentierte er, wenn das Vorhaben des Moosacher Gemeinderats gegenüber des Sackmannhauses eine Unterkunft für 46 Asylbewerber zu bauen, Realität würde.

Für die Ratsmitglieder hätte diese Lösung freilich den Charme, dass das Gebäude, errichtet mit Zuschüssen der Regierung und anfänglich als Unterkunft für Asylsuchende dienend, später zum Beispiel zu einem Kindergarten ertüchtigt werden könnte. 2. Bürgermeister Willi Mirus beteiligte sich deshalb intensiv an der Diskussion, in der die Initiative die Frage aufwarf, ob die Öffentlichkeit immer richtig informiert worden sei. Die Sackmannhaus-Bürger kritisierten in diesem Zusammenhang die Behauptung, dass sonst die Belegung der örtlichen Turnhalle drohe. Lindenberg deutlich: „Das ist Kettenrasseln.“

Bürgermeister Eugen Gillhuber gab in der Diskussion den Bedenkenführern insofern Recht, als er meinte: „Wir können nur aufnehmen, was wir integrieren können.“ Dass momentan keine Flüchtlinge in Oberbayern ankommen, bezeichnete der Bürgermeister als „glücklichen Umstand“.

Die Lösung der Bürgerinitiative Sackmannhaus bestünde in der Errichtung von „Mikrohäusern“ in modularer Bauweise. Für Moosach errechnet sich derzeit ein „Asylbewerbersoll“ von 17 Personen, die Integration von acht Personen sei bereits gelungen, berichtete Gillhuber. Fehlen also neun Plätze. In einem Mikrohaus könnten acht Personen untergebracht werden, berichtete Lindenberg. „Damit wäre das Defizit fast ausgeglichen.“

Platz für ein solches Mikrohaus wäre nach Ansicht der Initiative entweder am ursprünglich geplanten Standort gegenüber des Sackmannhauses, oder auch am Rathaus, hinter dem Spielplatz oder auf einem Kirchengrundstück. Voraussetzung dafür wäre freilich, dass keine baurechtlichen Hindernisse auftauchen. Mit denen rechnet Lindenberg aber nicht: „Stellen Sie sich vor, da sagt jemand, ich habe einen Riesengarten und wir können dort einfach was reinstellen.“

Die Moosacher Bürgerinitiative rechnete zudem vor, „unsere Kosten sind deutlich geringer als die des Gemeinderatsprojektes“.

Hauptargument der Befürworter einer dezentralen Unterbringung: „Dann entwickelt sich nicht ein Hotspot, sondern man wohnt einfach bei uns in Moosach.“ Die Gemeinde habe keine entsprechende Infrastruktur. Die Moosacher stimmen am 24. April im Rahmen eines Bürgerentscheides darüber ab.

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