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Kaufen regelmäßig im Dorfladen ein: Christine (38) und Florian Beutel (38) – und Gerdi Haas (62, re.). 

Seit zwei Jahren gibt es das Angebot

Moosacher Dorfladen – viel mehr als nur ein Geschäft

Den Moosacher Dorfladen gibt es seit zwei Jahren. Er versorgt die Bevölkerung mit frischen Lebensmitteln und ist zum wichtigen Treffpunkt geworden.

Moosach – Türe auf, Türe zu. Es ist späterer Nachmittag – im Moosacher Dorfladen herrscht reger Betrieb. Hinter der Theke an der Kasse steht Nina Berger (21). Die Zahnarzthelferin besucht derzeit die Berufsoberschule, wenn sie ihr Abi in der Tasche hat, will sie ein duales Studium im Bereich „Soziale Arbeit“ beginnen. Seit Sommer 2018 arbeitet die Moosacherin stundenweise im Dorfladen, ihr 450-Euro-Job bereitet ihr viel Freude. „Ich finde es super, wenn die Leute sich hier im Dorfladen zum Einkaufen oder auf einen Kaffee-Ratsch treffen.“

Grundversorgung auf 50 Quadratmetern

Das kleine Geschäft an der Taubenstraße feiert in diesen Tagen sein zweijähriges Bestehen. Auf rund 50 Quadratmetern bietet der Dorfladen den zirka 1600 Moosacher Einwohnern eine Grundversorgung an Lebensmitteln – darunter Bioartikel, regionale Produkte, Obst und Gemüse, Brot und Zeitungen, eine Auswahl an Weinen und eine umfangreiche Käsetheke. Nur eines gibt es im Laden nicht: Fleisch und Wurstwaren bietet nach wie vor der örtliche Metzger.

Als 2016 eine Weinhandlung in der Taubenstraße dichtmachte, nutzen Andrea Windecker und Tamara Weidlich die Chance und eröffneten den Laden mithilfe von weiteren Gesellschaftern (wir berichteten). Der Dorfladen sollte Treffpunkt für junge und ältere Moosacher werden, nicht nur zum Einkaufen – auch zum Gespräch. Diesen sozialen Aspekt erfüllt das kleine Geschäft längst.

Wichtiger sozialer Treffpunkt im Ort

„Der Dorfladen entwickelt sich immer mehr zu einem wichtigen sozialen Treffpunkt im Ort, irgendwie ist immer jemand da, mit dem man sprechen kann“, stellen Christine (38) und Florian (38) Beutel fest. In Moosach wohnen die beiden seit neun Jahren, jetzt mit vier Kindern. Mehrmals die Woche kaufen sie im Dorfladen ein, holen dort auch Brot und ihre Biomilch. „Die kostet hier auch nicht mehr als im Biogeschäft, das Brot schmeckt lecker, das Preis-Leistungsverhältnis stimmt“, versichert Christine Beutel.

Kundin: Die Preise sind in Ordnung

„Ich finde die Waren ein bisschen teuer, aber es passt, weil ich froh bin, dass es den Laden gibt“, meint Beate Hölscher (59) nach ihrem Einkauf, ihr Korb ist gut gefüllt. „Brot und Käse finde ich besonders fein hier“, betont Hölscher. Gerne und ebenfalls regelmäßig kauft Gerdi Haas (62) im Dorfladen ein, sie legt Wert auf das frische Obst und Gemüse, das sie hier findet. Die Preise sind für sie in Ordnung, was sie hier nicht findet, holt sie sich anderenorts.

Mit Hans Baumann (66) betritt ein gebürtiger Moosacher den Laden, der 18 Jahre Mitglied des Gemeinderates war. „Ich finde es gut und richtig, hier im kleinen Laden einzukaufen“, betont er und weist auf die vielen regionalen Produkte hin. „Ich bin dabei mir anzugewöhnen, ständig hier einzukaufen“, verrät Baumann.

Auch interessant: Die Laden-Hüterinnen von Moosach

Türe auf, Türe zu. Mit Willi Mirus kommt kurz vor Ladenschluss ein Moosacher Urgestein in den Dorfladen. Der 2. Bürgermeister bestellt einen Kaffee, eingekauft hat er schon am Vortag.

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Susann Niedermaier

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