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Das Leitungswasser in Moosach (Landkreis Ebersberg/Bayern) muss abgekocht werden. 

Aufruf an Bürger

Keime: Moosacher müssen Wasser abkochen

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Bei Routine-Kontrollen wurden im Moosacher Wassernetz coliforme Keime entdeckt. Bis auf weiteres muss das Leitungswasser abgekocht werden. Weitere Untersuchungen laufen. 

Moosach - Bei Routinekontrollen wurden am 11. Juni im Moosacher Netz coliforme Keime entdeckt, wie der Leiter der Gesundheitsamtes Hermann Büchner am Mittwoch mitteilte. Danach wurde der Wasserversorger aufgefordert, weitere Proben an unterschiedlichen Stellen zu nehmen. Der Verdacht bestätigte sich. Das Wasser in einem Hochbehälter sowie im Netz ist kontaminiert. 

Proben am Hochbehälter kontaminiert

„Wir wissen bisher noch nicht, wo er herkommt“, so Büchner. Weitere  Untersuchungen sind angeordnet. Da Keime am Hochbehälter gefunden wurden, sieht Büchner möglicherweise das gesamte Moosacher Netz betroffen. „Also alle, die von der Moosacher Wasserversorgung eine Rechnung bekommen.“   

Wasser muss abgekocht werden

Folge: Die Moosacher Bürger werden aufgefordert, Leitungswasser, sofern es als Trinkwasser oder zur Zubereitung von Nahrungsmitteln genutzt wird, abzukochen. Das Wasser einmal sprudelnd aufkochen und dann langsam über mindestens zehn Minuten abkühlen lassen. Die Verwendung eines Wasserkochers ist aus praktischen Gründen zu empfehlen. Auch zum Zähneputzen oder zum Reinigen von offene Wunden sollte ausschließlich abgekochtes Wasser verwendet werden. Für die Toilettenspülung oder für Dusche kann das Leitungswasser weiter ohne Einschränkung genutzt werden.

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Vorsichtsmaßnahme

Die Abkochverfügung sei eine Vorsichtsmaßnahme, so Büchner. Grundsätzlich bestehe aber die Gefahr, dass das Leitungsnetz nicht dicht sei und dadurch Bakterien eindringen könnten. Das müsse geprüft werden. Ergebnisse der aktuellen Proben sind laut Büchner frühestens am Freitag, wohl aber erst kommende Woche zu erwarten.

Unter dem Begriff Coliforme wird laut Büchner ein breites Spektrum von Bakterienarten zusammengefasst. Mit dem Nachweis von coliformen Bakterien sei ein definitiver Nachweis von Krankheitserregern nicht erbracht, aber auch nicht auszuschließen. Büchner  betont, dass es sich nicht um E-Koli handle. Deren Hintergrund sind menschliche und tierische Fäkalien.

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