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Das alte Moosacher Feuerwehrhaus wird zu klein. Ein neues, modernes Einsatzfahrzeug hätte keinen Platz.

Hohe Kosten kommen zu

Feuerwehr in Moosach: Neues Fahrzeug braucht neue „Garage“

Die Gemeinde Moosach muss für die Aufrüstung der Ortsfeuerwehr tief in die Tasche greifen. Ein neues Löschfahrzeug kostet rund 322 000 Euro.

Moosach – Die Gemeindefeuerwehr braucht dringend ein neues Löschfahrzeug, das alte leistet bereits seit 25 Jahren Dienst und erfüllt die aktuellen Standards nicht mehr. Da eine gemeindliche Feuerwehr die Moosacher schützt, muss das neue Löschfahrzeug den Mindestanforderungen entsprechen. Knackpunkt ist die Finanzierung.

Neues Fahrzeug kostet rund 322 000 Euro

Wenn die Mannschaften künftig mit einem leistungsfähigen Feuerwehrauto (es geht um Schlauchmaterial, Pumpe, Tragkraftspritze, Atemschutz, Allradantrieb) zu Brandherden, Verkehrsunfällen oder im Rahmen des Katastrophenschutzes fahren wollen, muss die Gemeinde tief in ihren ohnehin schmalen Geldbeutel greifen. Ein neues Fahrzeug kostet rund 322 000 Euro (geschätzt), zudem fehlt zehn der Moosacher Feuerwehrfrauen und Männer der LKW-Führerschein. Den gilt es nachzuweisen, um ein modernes Löschfahrzeug lenken zu dürfen. Für die Fahrerlizenzen muss Moosach weitere 30 000 Euro berappen.

Geschätzte Kosten für neues Feuerwehrhaus: 432 500 Euro

Hinzu kommt noch ein Brocken: Die Gemeinde wird wohl oder übel ein neues Feuerwehrhaus bauen müssen, Kosten derzeit auf 432 500 Euro geschätzt. Mit allem Drum und Dran wird Moosach sich auf eine Gesamtsumme von rund 800 000 Euro einstellen müssen. In jüngster Sitzung des kommunalen Ratsgremiums erläuterte Feuerwehrkommandant Herbert Weidlich Situation und Kosten.

Radlfahrer überholen das Fahrzeug am Berg

„Wenn wir mit 35 Kilometern pro Stunde den Berg rauffahren und uns dabei sogar die Radlfahrer überholen, brauchen wir kein Blaulicht mehr einzuschalten“, beschrieb Weidlich die Lage bereits im Herbst 2019. Jetzt wies er auf weitere Punkte hin: „Unser Löschfahrzeug feiert im Oktober seinen 25. Geburtstag, die maximale Lebensdauer sind 30 Jahre. Von Planung zum Kauf bis zur Einweihung des Autos vergehen drei Jahre – wir müssen demnach so schnell wie möglich bestellen“, sagte der Kommandant und erinnerte, dass Gemeinden die gesetzlichen Auflagen erfüllen und den Brandschutz sicherstellen müssen. Auch am Feuerwehr-Gebäude, erbaut 1974, ist nach aktuellen Vorschriften vieles nicht mehr zulässig, die Moosacher schützt hier lediglich noch der Bestandschutz.

Das Gremium entschied bereits im Herbst 2019, rund 500 000 Euro für einen Anbau in die langfristige Haushaltsplanung einzustellen. Hintergrund: Moderne Fahrzeuge sind größer und breiter, ein neues Auto passt nicht ins alte Gebäude. Zudem reichen die Stellplätze nicht, die Decke des Hauses ist zu niedrig, eine Umkleide fehlt.

Weiterer Knackpunkt: Das neue Fahrzeug wird schwerer sein

Weiterer Knackpunkt: Das neue Fahrzeug wird schwerer sein, die Kellerdecke des Gebäudes dürfte nicht mehr damit befahren werden. Der Kommandant zählte noch ein Problem auf: Bei Einfahrt in die Halle kratzt das alte Fahrzeug jetzt schon fast an der Wand des Gebäudes. „Da braucht es bei geöffneten Türen noch mindestens 50 Zentimeter Abstand“, so Weidlich. Er stellte Pläne zu einer Erweiterung des Gebäudes vor, bedachte jedes Detail und erntete danach großes Lob für seine strukturierte und klare Präsentation aus den Reihen der Räte, zudem Beifall aus der Zuhörerschaft.

Moosachs Finanzlage ist bereits stark angespannt, zudem wird Corona möglicherweise an Gewerbe- und Einkommensteuereinnahmen zehren.

Eisenschmid rechnet mit staatlicher Unterstützung

Doch Bürgermeister Michael Eisenschmid zeigte sich zuversichtlich: „Wir müssen das die nächsten Wochen und Monate anpacken.“ Wie Eisenschmid sagte, ist ausreichend Geld im Haushalt eingestellt, weiter rechnet Moosach für Löschfahrzeug und Anbau des Feuerwehr-Hauses auch mit einer staatlichen Unterstützung. Zudem sei er mit den Feuerwehren in Bruck, Alxing und Baiern im Austausch. Es geht um Ideen, gemeinsam Löschfahrzeuge zu bestellen, um Geld zu sparen.

Auch mit der Gemeinde Glonn laufen schon Gespräche, dort soll eventuell eine zentrale Schlauchwaschanlage für die gesamte Verwaltungsgemeinschaft entstehen.

VON SUSANN NIEDERMAIER

Das Bild von dem erschöpften Feuerwehrmann eines Brands hat die Menschen vergangenes Jahr berührt. Wir waren mit dem Ebersberger einen Tag nach dem schlimmen Brand noch einmal am Einsatzort.

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