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Vergünstigtes Bauland könnte kommen

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An dieser Stelle könnte in Moosach Bauland für Einheimische entstehen.
An dieser Stelle könnte in Moosach Bauland für Einheimische entstehen. © PKE

In der Gemeinde Moosach könnte es schon bald vergünstigtes Bauland für Einheimisch geben. Entsprechende Andeutungen machte Bürgermeister Michael Eisenschmid bei der Bürgerversammlung. Dort ging es auch noch um andere Themen.

Moosach – Untypisch für den Wachstums-Landkreis: Die Einwohnerzahl in Moosach ist in den vergangenen zwei Jahren leicht zurückgegangen. Unter einem Prozent Jahren lag das Bevölkerungswachstum der Gemeinde in den vergangenen zehn Jahren. Zum Vergleich: Um 12,3 Prozent hat die Zahl der Einwohner im Landkreis Ebersberg zwischen 2009 und 2019 insgesamt zugenommen. Diese Zahlen nannte Bürgermeister Michael Eisenschmid bei der gut besuchten Bürgerversammlung.

Gemeinde denkt über Gewerbegebiet nach

Die Gewerbesteuereinnahmen – 2021 waren 231 Gewerbe in Moosach gemeldet – lagen in dem Jahr bei gut 600 000 Euro. Das soll sich ändern, denn ein neues Gewerbegebiet ist bereits angedacht. Doch dazu wollte Eisenschmid – auch auf Nachfrage in der anschließenden Fragestunde – nichts Konkretes sagen. Der Gemeinderat müsse sich erst einmal damit beschäftigen. Bedarf sei auf alle Fälle vorhanden, das hätten Umfragen ergeben.

Auch wenn sich der Haushalt gut liest, der Schuldenstand der Gemeinde ist mit 1432 Euro pro Kopf überdurchschnittlich. Der Landesdurchschnitt liegt bei 589 Euro. Eine Folge: In den nächsten vier Jahren soll es keine Kreditaufnahmen geben. Und: Die Schulden sollen reduziert werden. Neben Straßenbau (der Parkplatz in Altenburg etwa), Gehwegbau, der Wohnungsbauförderung in Falkenberg, der Einrichtung einer E-Ladesäule in der Dorfmitte, dem Ausbau der Mittagsbetreuung, der Sanierung des Dorfladens wurde 2021 Geld für die Kinderbetreuung, den Unterhalt der Rudolf-Obermayr-Halle, für verschiedene Anschaffungen im Bauhof, für die Kläranlage, den Friedhof und einiges mehr ausgegeben.

Neue Stockbahn für den TSV

Eisenschmid sprach auch über die zukünftigen Vorhaben: Der TSV bekommt eine neue Stockbahn. Straßen sollen saniert werden – 2022, im Gegensatz zu 2021, in den Außenbezirken. Der Straßenbau zwischen Falkenberg und Kirchseeon allerdings wird um ein Jahr verschoben, da es neue Auflagen im Förderverfahren gibt. Im Ortsteil Altenburg ist ein neuer Brunnen geplant, der notwendig ist, da die Wasserrechte des alten auslaufen. Hintergrund: Der alte Brunnen ist mit neun Metern nicht mehr tief genug. Laut Vorschrift liegt die Mindesttiefe inzwischen bei 30 Metern. 2027/28 soll der neue Brunnen ans Netz gehen. Die geplanten Investitionen am derzeitigen Pumpwerk (120 000 Euro für Solarbetrieb, 192 000 Euro für eine neue Wasserleitung zwischen Niederseeon und Oberseeon) seien aber trotz des Plans rentabel, denn man könne das alles auch nach Inbetriebnahme des neuen Brunnens nutzen.

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Und dann gibt es noch den Plan für ein Windrad zwischen Fürmoosen und Taglaching. „Die Betreiber haben ihre Unterlagen eingereicht, die derzeit geprüft werden“, so Eisenschmid. Weitergearbeitet wird am Neubau des Kinderhauses, dessen Eröffnung für 2024 angedacht ist. Von 4,5 Millionen Euro Gesamtkosten ist die Rede. Über dem Kinderhaus sollen Wohnungen entstehen. Bleibt: die zweite Phase des Breitbandausbaus, das im Juni startet sowie der geplante Neubau des Feuerwehrhauses, der 2023/24 realisiert werden soll. Und: Bauland für Einheimische neben dem Sackmannhaus soll ausgewiesen werden. Konkretes dazu konnte allerdings noch nicht berichtet werden, da bislang lediglich mündliche Zusagen der Grundstückseigentümer zum Verkauf des Geländes vorliegen.  pke

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