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Zu schnell fließt der Verkehr den „Frauen für Moosach“ zufolge auf den rot markierten Straßenabschnitten, wo bisher Tempo 50 gilt. Dort soll nun Tempo 30 her.

Tempo 30 gefordert

Moosacher Eltern: Unsere Kinder sind gefährdet

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Viele Moosacher Eltern haben Angst um ihre Kinder, wenn sich diese auf den Weg zur Schule machen. Anlass dafür bietet die Verkehrslage: Mitten in dem kleinen Ort trifft die Kreisstraße EBE 12 auf die Staatsstraße 2351. Dort gilt Tempo 50 – auch an der Grundschule und der Schulbushaltestelle.

„Unsere Kinder sind gefährdet“, schreibt der Verein „Frauen für Moosach“ deshalb in einem Antrag an den Gemeinderat und fordert Abhilfe, nämlich die „Ausweisung von Tempo-30-Zonen auf Teilstrecken der Glonner Straße, der Grafinger Straße, der Grafinger Straße und der Doblbach-Straße jeweils im Umfeld der Grundschule und der Bushaltestelle.“

Eine Chance dafür glaubt der Verein in einer Gesetzesänderung gefunden zu haben. Bislang musste für die Ausweisung von Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen, dazu zählen Staats- und Kreisstraßen, ein Unfallschwerpunkt nachgewiesen werden. Eine Novelle der Straßenverkehrsordnung vom Dezember 2016 senkt nun diese Hürde für „sensible Bereiche mit besonders schützenswerten Verkehrsteilnehmern“, namentlich Kindern und Senioren.

Höchste Zeit, finden die „Frauen für Moosach“. Bereits 2012 hatten Eltern eine Unterschriftenaktion initiiert, die jedoch zu keiner Neuregelung führte. Um zur Moosacher Grundschule sowie zur Mittagsbetreuung zu gelangen, müssten viele Kinder täglich mehrfach die Straßen queren. Tempo 50 sei für diese Situation zu viel.

Ein weiterer Gefahrenpunkt sei dem Antrag nach die Bushaltestelle an der Doblbachstraße. Von dort aus pendeln die Schüler ab der fünften Klasse zu weiterführenden Schulen. „Bei der Bushaltestelle ist nur wenig Aufenthaltsraum, Kinder stehen teilweise auf der Straße und gefährden damit sich und die Autofahrer“, heißt es in dem Schreiben an den Gemeinderat.

Dieses endet mit einem Dankeschön für den Einsatz der Verkehrshelfer und Aufsichtspersonen dank derer „es bisher zu keinem schlimmen Unfall gekommen ist“. Nun hoffen die „Frauen für Moosach“ auf Behandlung ihres Antrags in der Februar-Sitzung des Gemeinderats.

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