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Große Hunde wie dieser Vizsla dürfen in der Gemeinde Moosach nur noch angeleint ausgeführt werden.

Gemeinde erlässt Satzung

Moosacher Hunde müssen an die Leine

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Für viele Moosacher ist ihr Hund der treueste Begleiter. Aber auch unter guten Freunden gibt es Regeln. In Moosach gibt es jetzt sogar ein paar mehr.

Moosach – Die Mehrheit im Gemeinderat  hielt den Erlass einer Hundeverordnung für angebracht. Deren Inhalt wurde umgehend auf der Internetseite der Gemeinde veröffentlicht und ist dort nachzulesen.

Das Abstimmungsergebnis von 7:4 Stimmen zeigt, dass nicht alle Gemeinderäte es für notwendig hielten, den Umgang mit den Vierbeinern in Moosach in dieser Form einem eigenen Regelwerk zu unterziehen. Ein Grund für den Erlass einer eigenen Satzung wurde im Sachvortrag der Verwaltung extra erwähnt: „Für die Wiesenbrüter soll ein entsprechender Schutz gewährleistet sein.“ Eingeschränkt wurde „das freie Umherlaufen von großen Hunden und Kampfhunden“.

Die Verordnung gilt bei Kampfhunden „in allen öffentlichen Anlagen, sowie auf allen öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen im gesamten Gemeindegebiet“. Ähnlich ist auch der Beschränkungsbereich für große Hunde „auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen innerhalb des bebauten Bereichs, der Wohnnutzung enthält, im gesamten Gemeindegebiet“. Ganz verboten ist das Mitführen von Hunden im „Bereich von Kinderspielplätzen, Kinderhorten, Kinderkrippen, Kindergärten und Schulen“.

Welches Tier unter die Kategorie Kampfhund fällt, wurde in Anlehnung an die Hundeverordnung des bayerischen Innenministeriums definiert. Es sind dies Tiere, bei denen „auf Grund rassespezifischer Merkmale, Zucht oder Ausbildung von einer gesteigerten Aggressivität und Gefährlichkeit gegenüber Menschen auszugehen ist“. Unter den Begriff „großer Hund“ fallen Rassen, die regelmäßig Schulterhöhen von mindestens einem halben Meter aufweisen. Das sind zum Beispiel Schäferhunde, Boxer, Dobermann und Deutsche Dogge.

Die Hunde der beiden genannten Kategorien sind im Geltungsbereich „zu jeder Tages- und Nachtzeit stets an der Leine zu führen“. Diese Leine darf im Verbotsbereich nicht länger sein als zwei Meter, muss reißfest sein und mit einem schlupfsicheren Halsband oder Geschirr versehen werden, „aus dem ein selbständiges Entweichen des Hundes ausgeschlossen ist“. Die Vorgaben des Jagd- und Naturschutzrechts bleiben von der Verordnung unberührt.

Wie bei jeder Regel gibt es auch bei der Moosacher Hundeverordnung Ausnahmen. Die Bestimmungen gelten demnach nicht für Blindenhunde, Diensthunde von Polizei, Zoll oder Bundeswehr, Hüte- und Rettungshunde oder Tiere, die zur Jagd eingesetzt werden. Auch für Hunde von Überwachungsbetrieben gilt die Verordnung nicht.

Ein Streitpunkt zwischen Hundebesitzern und etwa Spaziergängern ist nicht nur in Moosach regelmäßig das Thema Hundekot. Deshalb gibt es dazu einen eigenen Passus. Darin heißt es: „Das Verunreinigen von Geh- und Radwegen durch Hunde ist zu verhindern. Gegebenenfalls ist die Verunreinigung ohne Aufforderung unverzüglich zu beseitigen. Diese Verpflichtung obliegt den Hundehaltern und solchen Personen, die Hunde in Gewahrsam haben. Tüten mit Hundekot sind ordnungsgemäß zu entsorgen.“ Wer gegen die Satzung verstößt, dem droht ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro. Sie tritt sofort in Kraft und gilt 20 Jahre.

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