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Moosachs Bürgermeister Eugen Gillhuber (re.) sieht seine Gemeinde auf einem guten Weg in die Zukunft. Das machte er beim Neujahrsempfang im Pfarrheim deutlich. 

Neujahrsempfang

Moosachs neue Wege zur Fernwärme

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Die Moosacher haben Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken – auch wenn die Haushaltslage der kleinen Gemeinde im kommenden Jahr zu sehr sparsamem Wirtschaften zwingen wird. Das war die Kernbotschaft der Neujahrsansprache von Bürgermeister Eugen Gillhuber im Pfarrheim.

Moosach – Tatsächlich hat die Kommune bereits große Ziele verwirklichen können. Allen voran nannte Gillhuber das Vorzeigeprojekt Fernwärmenetz. Und dabei musste die Kommune erhebliche Hindernisse überwinden und neue Wege gehen. Denn das Projekt hatte von Anfang an mit einem Manko zu kämpfen: Es gibt in der Kommune keinen Großabnehmer für Fernwärme. Der würde aber ein solches Vorhaben erst wirtschaftlich machen.

Die Lösung dieses Problems war unkonventionell und stellt im weiten Umkreis ein Novum dar: „In der warmen Jahreszeit sorgt nun die Solarthermie für die Wärme – sprich für das heiße Wasser, im Herbst und Winter werden die Hackschnitzelöfen bedarfsgerecht zugeschaltet“, erläuterte der Bürgermeister, wie ein eigens ins Leben gerufener Arbeitskreis in Zusammenarbeit mit dem Ebersberger Landkreis-Klimamanager Hans Gröbmayr hier kreativ wurde.

Die Fachverbände und Behörden zeigten sich von diesem alternativen Weg beeindruckt, Zuschüsse flossen, sodass 2018 gebaut werden konnte. Besonders erfreulich: Langfristig ist das Investment besonders deswegen rentabel, weil die „Finanzierungsdauer lediglich etwa ein Drittel der voraussichtlichen Lebensdauer der Anlage beträgt“, rechnete der Bürgermeister vor. „Bis zum Frühjahr werden alle Wärmeabnehmer an die zentrale Anlage angeschlossen sein.“

Gillhuber äußerte sich auch positiv für den weiteren Glasfaserausbau in der Kommune. „Ich bin sicher, dass dieses spannende und zukunftsweisende Projekt in 2019 erfolgreich abgeschlossen werden kann und Moosach im digitalen Zeitalter zukunftsfähig macht.“ Die dazu notwendigen Grabarbeiten seien kein Vergleich mit dem Aufwand, der für die Fernwärmeleitungen habe betrieben werden müssen, da die Rohre für die Glasfaserkabel im Pflugverfahren nur in einer Tiefe von 40 Zentimetern verlegt werden müssten. Im Vergleich zu den genannten Baustellen seien die Maßnahmen Rückhaltebecken in Altenburg am Dachsberg und die Erneuerung der Stromsicherungseinrichtung in der Rudolf-Obermayr-Halle „mehr oder weniger kleine Aktionen“ gewesen. Um die Lebensqualität in Moosach zu verbessern, habe der Gemeinderat aber insgesamt eine Reihe wichtiger Maßnahmen auf den Weg gebracht. „Dies erfordert zum Teil ein enormes Finanzvolumen und erhebliche Investitionen, die den Gemeindehaushalt belasten und den Schuldenstand ansteigen lassen. Doch wer es nicht wagt, in die Zukunft zu investieren, kann auf Dauer mit dem Lauf der Zeit nicht mithalten“, warb Gillhuber um Zuversicht. Es stünden in diesem Zusammenhang die energetische Sanierung des Rathauses und die Renovierung der Friedhofsmauer an, ebenso wie der Einstieg in die Planung einer neuen Kindertagesstätte in der Bahnhofsstraße.

Gillhuber bedankte sich bei allen Bürgern „für das große Verständnis für die Baubehinderungen in 2018.“ Sein Dank galt auch allen Ehrenamtlichen, den Jugendleitern in den Vereinen, den Einsatzkräften im Winterdienst, der Freiwilligen Feuerwehr, den sozialen Einrichtungen und Organisationen und schließlich seinen Mitarbeitern in der Gemeinde und dem Gemeinderat „für die gute Zusammenarbeit und allen, die zu einem guten Miteinander beigetragen haben“.

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