Tempo runter auf 30 km/h fordern die „Frauen für Moosach“ – auch hier auf der EBE 12.
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Tempo runter auf 30 km/h fordern die „Frauen für Moosach“ – auch hier auf der EBE 12.

Petition gestartet

„Tal des Todes“: Frauen für Moosach fordern Tempo 30 auf zwei Strecken

In einer Petition fordern die „Frauen für Moosach“ Tempo 30 auf zwei Straßenabschnitten in der Gemeinde. Weil dort nun viel mehr Verkehr herrsche als früher, komme es dort zu gefährlichen Situationen.

Moosach – Von 1. März bis 31. Oktober soll am „Fischzuchtberg“ und auf der alten Glonner Straße für alle Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeit auf Tempo 30 reduziert werden. So zumindest wollen es die Frauen für Moosach, die dafür jüngst eine Petition ins Leben gerufen haben. Baldmöglichst will man die Geschwindigkeitsbeschränkung auf der EBE 12 – von der Abzweigung nach Schattenhofen bis zur Fischzucht Plenagl – und auf der St2351 – von der Steinseekreuzung bis zur Herrmann GmbH, Filzen 7, Glonn (ehem. Glonntaler Wurstfabrik).

Begründet wird der Antrag damit, dass Moosach als Naherholungsgebiet bekannt für seine vielfältige Natur und geschützte Landschaft sei und dass der motorisierte Verkehr in den letzten Jahren deutlich zugenommen habe, was zu Unfällen und Belastungen führe.

Initiatorinnen: Strecken haben viele Kurven, schmale Straße, viel Verkehr

„Die kurvenreiche und sehr schmale Straßenführung beider Straßenabschnitte ist nicht für ein starkes Verkehrsaufkommen geeignet. Dies gefährdet schwächere Verkehrsteilnehmer und Erholungssuchende und belastet Anwohner. Das ist, unserer Ansicht nach, nicht weiter hinnehmbar!“ heißt es in dem Ansuchen. Die Zunahme der Freizeitaktivitäten, verstärkt durch die Corona-Situation, sowie die Verfügbarkeit detailreicher digitaler Landkarten haben zu diesem Zustand geführt, erklärt Andrea Hinterwaldner, die für die Frauen für Moosach im Gemeinderat sitzt.

Einerseits seien mehr Radfahrer unterwegs, andererseits auch viel mehr Autos und Motorradfahrer, die zum Teil sogar in Gruppen führen, offensichtlich, um die kurvenreichen Strecken zu genießen.

„Inzwischen kommen sich alle in die Quere,“ kommentiert Kerstin Distler, 2. Vorsitzende der Frauen für Moosach die Situation. Wegen des starken Verkehrs lägen dem Gemeinderat sogar mehrere Anträge auf Lärmschutzwände vor.

Petition Tempo 30 bei Moosach: Appell an den Landkreis

Da bisherige Vorschläge immer an der Gesetzeslage gescheitert seien (bei Staatsstraßen ist nicht die Kommune zuständig), „haben wir nun die Petition ins Leben gerufen, um uns in größerem Rahmen Gehör und Akzeptanz zu verschaffen,“ erklärt Hinterwaldner. „Wir stecken den Kopf nicht in den Sand, nur weil es heißt, es sei nicht machbar. Gesetze sind doch zum Schutz der Bürger da.“ Unterstützung erfahren die Frauen vom Gemeinderat. In einer Stellungnahme – gerichtete an Landrat Robert Niedergesäß, den ULV-Ausschuss, und die beiden Landtagsabgeordneten Doris Rauscher und Thomas Huber –schreibt die Gemeinde, dass sich viele Fahrradfahrer auf Grund des gestiegenen Verkehrsaufkommens nicht mehr sicher fühlten. Deshalb: „Um die Verkehrssituation für Radfahrer auf der St2351 zu verbessern, halten wir eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 km/h für erforderlich!“

1300 Stimmen sollen bis 13. August in der Petition zusammenkommen. Kurz nach Start hatten bereits knapp 100 Unterstützer unterzeichnet. Laut einem Kommentar auf der Petitionsseite wird das Tal zwischen Moosach und Glonn umgangssprachlich auch „Tal des Todes“ genannt. Dort heißt es auch: „Mobilität neu denken und gestalten wird einer der wichtigsten gesellschaftspolitischen Bereiche der kommenden Jahre sein.“ Genau darum geht es den Frauen für Moosach, die schon einmal eine Tempo-30-Zone erreicht haben: um Rücksicht, die wohl immer rarer wird.  pke

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