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Gute Nachricht zum 25-jährigen Jubiläum: Der Trägerverein der Montessorischule in Niederseeon konnte Grundstück und dazugehörige Immobilien kaufen. 

Trägerverein gelingt Kauf von Grundstück und Immobilien

Montessorischule gerettet

Nach turbulenten Monaten ist es nun gewiss: Die Montessorischule Niederseeon bleibt bestehen. Der Trägerverein hat die Schulimmobilie gekauft.

Moosach – Im 25. Jahr nach ihrer Gründung sieht die Schule wieder einer gesicherten Zukunft entgegen: Grundstück und Häuser – zuvor gemietet – gehören nun dem Verein, das pädagogische Konzept ist erprobt, es werden Wartelisten für Schülerplätze geführt.

Einst hatte Landrat Robert Niedergesäß über Niederseeon von einem „leuchtenden Mosaikstein“ gesprochen, der aus der Ebersberger Schullandschaft „nicht mehr wegzudenken“ sei. Beinahe wäre es dennoch so weit gewesen. Bis vor kurzem war nicht sicher gewesen, ob der Verein das Geld für den Kauf der Schulimmobilie, die der frühere Besitzer veräußern wollte, aufbringen könnte. Dann aber habe sich der Zusammenhalt der Schulgemeinschaft im Wortsinn bezahlt gemacht, erzählt Geschäftsführerin Birgit Meyer: „Die Eltern haben tief in ihre Taschen gegriffen und Unterstützung in Form von Spenden und Darlehen geleistet.“

Gekauft wurde ein 2,2 Hektar großes Grundstück und die zwei älteren Gebäude darauf, zwei weitere Häuser hatte der Trägerverein vor Jahren selbst bauen lassen. Die Finanzierungslücke in Höhe von 500 000 Euro, die im April noch geklafft hatte (100 000 Euro Immobilienkauf, 400 000 Euro Sanierung), ließ sich mit dem Geld der rund 170 Familien freilich nicht schließen. Die Verantwortlichen haben Prioritäten gesetzt und die energetische Sanierung und Modernisierung des Hauses aus dem Jahr 1910 zeitlich etwas verschoben.

„Jetzt stand erstmal der Kauf an“, sagt Meyer, als Grundvoraussetzung für alles Weitere. „Die Sanierung und ihre Finanzierung werden unsere Aufgabe für die nahe Zukunft sein.“ Und Schulleiterin Angelika Oedingen ergänzt: „Das große Ganze wird in Schritten möglich sein.“

Die rund 230 Schüler und ihre Eltern waren glücklich über die Nachricht, dass die Zukunft der Schule in trockenen Tüchern ist, erzählt die Rektorin. Nicht minder die Lehrer und weiteren Angestellten. „Immerhin erhalten wir ja auch 40 Arbeitsplätze“, betont Oedingen. Der Kauf sei ein Meilenstein für die staatlich genehmigte Privatschule, die vor 25 Jahren als Elterninitiative gegründet worden war.

„Wir sind einfach nur glücklich, nicht nur unseren jetzigen Kindern ihre Schule zu erhalten, sondern auch kommenden Generationen die Möglichkeit zu geben, hier lernen zu können“, sagt Meyer. Umso erleichterter und freudiger werden vermutlich Schüler, Eltern und Lehrer in wenigen Wochen das große Jubiläumsfest zum 25-jährigen Bestehen feiern. Am Samstag, 21. Juli, werden sie ab 14 Uhr bis in die Abendstunden gemeinsam mit Ehemaligen, Nachbarn, prominenten Gästen und Interessierten ein Vierteljahrhundert des „leuchtenden Mosaiksteins“ Montessorischule im Landkreis Ebersberg feiern.

Von Uta Künkler

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