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Verbindung Glonn–Moosach: Offizieller Antrag: Grüne wollen Vorfahrt für Fahrräder auf der St 2351

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Von: Josef Ametsbichler

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Ein einsamer Radler zwischen Moosach und Glonn.
Ein einsamer Radler zwischen Moosach und Glonn. Wenn es nach Grünen, ÖDP/Linken und SPD geht, gehört die ST 2351 bald wieder vor allem den Radfahrern - wie auf dem Archivfoto aus 2014. © Stefan Rossmann

Eine Fahrradstraße statt der Staatsstraße zwischen Glonn und Moosach - diese Forderung bekommt nun politischen Schwung: Im Kreistag hat sich ein Bündnis zum Erhalt des Biotop-Gebiets am alten Bahndamm formiert.

Glonn/Moosach – Der Bund Naturschutz hatte das Thema wieder aufs Tapet gebracht – nun ziehen die Kreis-Grünen gemeinsam mit ÖDP/Die Linke und SPD mit einem offiziellen Antrag nach: Am 1. Oktober soll es im Umweltausschuss des Kreistags um den Vorschlag gehen, die Staatsstraße 2351 in eine Fahrradstraße umzuwandeln. Im Gegenzug solle der aufgelassene Bahndamm als Biotopverbund nicht beeinträchtigt werden. Der dort angedachte „radltaugliche Naturerlebnispfad“ sei keine Lösung für eine alltagstaugliche Pendelverbindung, so die Argumentation des Fraktionenbündnisses.

Das Gute ist: Die Fahrbahn ist schon da. 

Grünen-Kreisrat Thomas von Sarnowski

Die Fahrradstraße zwischen der Abzweigung nach Oberpframmern bei Moosach und Glonn soll zunächst als Verkehrsversuch befristet auf zwei Jahre laufen. Bewährt sich die Lösung, soll sie bleiben. Das würde bedeuten, dass die Strecke motorisiert nur noch von Anliegern, Forst- und Landwirten befahren werden dürfte – und zwar mit höchstens 30 Stundenkilometern (wir berichteten). Das „fällt bei der kurzen Strecke nicht ins Gewicht, reduziert aber die Gefährlichkeit (...) massiv“, steht im Antrag. Ohnehin fließe der meiste Verkehr bereits über die besser ausgebaute Strecke über Wildenholzen und die EBE 13. Grünen-Kreisrat Thomas von Sarnowski fasst zusammen: „Das Gute ist: Die Fahrbahn ist schon da. Schilder aufstellen, vielleicht eine Fahrbahnverengung zu Beginn, und schon haben wir eine fertige Fahrradstraße.“

CSU gibt prompt Kontra: „Absolut unmöglich!“

Gegenwind auf diesem Radl-Weg ist aber aus der CSU/FDP-Fraktion zu erwarten. „Ich finde die Idee absolut unmöglich!“, wettert deren umweltpolitischer Sprecher, Martin Lechner (CSU). Der geforderte Mischbetrieb sei bei jeder Geschwindigkeit gefährlich. Es sei ein Fehler gewesen, dass die Strecke über den Bahndamm nicht schon längst ausgebaut worden sei.

Die Vorgeschichte: Zwischen Moosach und Glonn: Naturschützer wollen Staatsstraße zur Fahrradstrecke machen.

Als Alternative zum dort geplanten Fahrradweg fordert der BN die Umwandlung der Staatsstraße 2351 in eine Fahrradstraße (re., gelb). Für Autos gebe es eine Alternative (rot).
Als Alternative zum dort geplanten Fahrradweg fordert der BN die Umwandlung der Staatsstraße 2351 in eine Fahrradstraße (re., gelb). Für Autos gebe es eine Alternative (rot). © merkur.de

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