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Die Befreiung von Pferd "Jago" gestaltete sich als äußerst schwierig.
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Die Befreiung von Pferd "Jago" gestaltete sich als äußerst schwierig.

Ungewöhnlicher Einsatz für die Feuerwehr

Pferd im Graben: Schwierige Rettung für "Jago"

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Moosach - Da bekommt das Wort Grabenkampf gleich eine neue Bedeutung: Am Mittwoch hat die Feuerwehr Moosach ein Pferd gerettet, das in ein Wurzelloch gestürzt war. Das Ganze dauerte zwei Stunden – und „Jago“ war tapfer wie ein Löwe.

Pferd klemmt unter Wurzelteller. Bitte, was? Jaja, Sie haben schon richtig gelesen. Das Opfer heißt Jago, ist für seine 27 Jahre noch gut beieinander und eigentlich forstweg-erfahren. Manchmal nutzt aber auch die Erfahrung nicht; und wäre die Feuerwehr Moosach (Kreis Ebersberg) nicht gewesen, dann würde Jago jetzt noch in diesem Erdloch stecken.

Die Geschichte spielt am frühen Mittwochabend. Jago hat eine Reiterin auf dem Rücken, sie sind gegen 18 Uhr in einem Waldstück bei Moosach unterwegs. Plötzlich liegt da eine stattliche Buche quer über dem Weg. Jago steigt langsam über den Stamm, der gute 60 Zentimeter Durchmesser hat. Dann geht nichts mehr vor und nichts mehr zurück – der Hengst steckt mit den Vorderläufen im Wurzelloch der Buche fest.

Die Reiterin tut, was sie tun muss: Sie rennt ein Stück zurück, bis der Handyempfang ausreicht, um Hilfe zu holen. Derweil tut auch Jago, was er tun muss. Aber alles wird noch schlimmer. Denn er rutscht nun ganz in das 1,50 Meter tiefe Wurzelloch und wird durch den drei Meter breiten Wurzelteller eingeklemmt.

„Sowas hab’ ich in 30 Jahren noch nicht gesehen“, sagt Martin Oswald, der Vorsitzende der Moosacher Feuerwehr, unserer Zeitung. Aber fürs Staunen bleibt wenig Zeit, Jago muss raus aus dem Loch. Während der Tierarzt dem Hengst Beruhigungsspritzen setzt, versuchen Oswald und Kollegen, den 25 Meter langen und tonnenschweren Stamm zu bewegen. Mit leichtem Gerät haben sie keine Chance, mit ihrem schweren Gerät kommen sie nicht in das Enge Waldstück hinein. Erst der Radlader eines örtlichen Unternehmens kann den Stamm 50 Zentimeter nach oben bewegen. „Das Pferd hat sich dann selbst befreit“, sagt Oswald. Nun ja, Rettungsgurte und kräftige Feuerwehrmänner waren auch beteiligt. Die Aktion dauerte zwei Stunden.

Anscheinend geht es Jago gut. „Am Abend ist er selbst wieder in den Stall gelaufen“, sagt Roman Feichtner, auf dessen Reiterhof der Hengst lebt. Feuerwehrmann Oswald wollte sich gestern Abend noch nach dem Befinden des Hengstes erkundigen. „Aus ganz privatem Interesse.“

Marcus Mäckler

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