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Auch die kommunalen Liegenschaften wie das Rathaus sollen an die Moosacher Nahwärmeversorgung angeschlossen werden. 

Nahwärmeprojekt tritt in heiße Phase ein

Kritische Masse bald erreicht

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Moosach – Das größte Solarthermie-Projekt in Bayern macht Riesenfortschritte. Das berichtete in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Moosach Ratsmitglied Willi Mirus.

Die Zahl der Anschlusswilligen steigt und steht kurz vor der „kritische Masse“, ab der von Fachleuten ein wirtschaftlicher Betrieb der innovativen Anlage vorausgesagt wird. Mirus ist in dem Gremium der Beauftragte für das Vorhaben, mit dem die Kommune beispielhaft neue Wege gehen will. Die hier gemachten Erfahrungen würden sich wohl auf andere Kommunen im Freistaat übertragen lassen, weshalb dem Fortschritt des Projektes tatsächlich eine überregionale Bedeutung zukommen würde.

Wie Mirus informierte, haben im Kerngebiet der geplanten Nahwärmeversorgung 77 Anschlussnehmer bereits nicht nur ihre Bereitschaft erklärt, Energie abzunehmen, sondern dazu auch einen rechtsverbindlichen Vorvertrag unterzeichnet. Dieser Prozess ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Es laufen aktuell Beratungsgespräche für weitere potentielle Anschlussnehmer. Damit kann zum jetzigen Zeitpunkt zwar „fest mit einer Wärmeabnahme von 2,35 Millionen Kilowattstunden pro Jahr kalkuliert werden“, wurde das Ratsgremium informiert. Der angestrebte wirtschaftliche Gesamtwärmeabsatz müsste aber 2,5 Millionen Kilowattstunden jährlich erreichen. Das erscheint den Initiatoren „mittelfristig“ jedoch realisierbar. 

Das Nahwärmenetz wird eine Ausdehnung von 3,8 Kilometern haben. Im Unterschied zu anderen Nahwärmeversorgungen kommt die Energie für das Moosacher Projekt nicht aus fossilen Quellen, sondern aus einer Hackschnitzelheizanlage und aus einer großen Freiflächen-Solar-Anlage. „Die auf dieser Basis durchgeführte Wirtschaftlichkeitsberechnung war positiv“, wurde das Ratsgremium in Kenntnis gesetzt. Es gibt gute Argumente für einen Anschluss. Fernwärmekunden müssen sich keine Gedanken machen um Lagerkapazitäten für die Brennstoffe und sie müssen deren Beschaffung auch nicht vorfinanzieren. Und: Möglicherweise gibt es zum Bau der Fernwärmeleitung einen Zuschuss.

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