Luise Zimmermann (73)

Mordfall Zimmermann: Die Polizei "hofft weiter"

Egmating - Er gehört zu den rätselhaftesten Kriminalfällen in der Geschichte des Landkreises Ebersberg und beschäftigt seit mehr als eineinhalb Jahren die Kriminalpolizei des Bezirks Oberbayern Nord und beteiligte Beamte der Polizeidirektion München: der Mord an Luise Zimmermann (73).

Am 7. Juni 2009 wurde die Münchnerin Luise Zimmermann bei einem Wandertag im Egmatinger Forst bei Aying ermordet und anschließend angezündet. Bis heute ist der Täter flüchtig - die eigens eingesetzte Soko Kaltenbrunn, angelehnt an die Bezeichnung des Fundortes der 73-Jährigen, aber weiter aktiv mit der Aufklärung des Tötungsdeliktes befasst.

Die alleinstehende Münchnerin nahm am 7. Juni an einer Wanderung des Vereins „Wanderfalken Dürnhaar“ teil und wurde zuletzt gegen 12 Uhr an der Brauerei Aying gesehen. Die rüstige Rentnerin hatte sich alleine auf den Weg gemacht, kam aber nicht am Ziel an. Die anschließende Suche nach Zimmermann blieb tagelang erfolglos - erst am 19. Juni wurde die völlig entblößte Leiche von einem einen Spaziergänger gefunden.

In der Folge wurde die Soko Kaltenbrunn eingerichtet, die in der Mordsache umgehend die Ermittlung aufnahm. Bis heute allerdings erfolglos. Mehr als 400 Hinweise aus der Bevölkerung gingen bei der Kommission ein, das Verbrechen war Teil der Serie „Aktenzeichen XY ungelöst“, ein Tatverdächtiger wurde zwischenzeitlich festgesetzt und anschließend wieder freigelassen und ein Phantombild sollte die Ermittler zum Täter führen.

„Bis heute ist der Fall nicht gelöst und die Ermittlungen laufen unvermindert weiter“, sagt Hans-Peter Kammerer, Sprecher des Polizeipräsidiums. „Wir arbeiten weiter - allerdings mir verkleinerter Belegschaft.“ Etwa sieben Beamte der Kriminalpolizei seien mit der Auflösung des Falls beschäftigt. Die Ermittlungen der Soko konzentrieren sich dabei allen voran auf die Auswertung von Kommunikationsdaten, erläutert Kammerer: „Dabei werden Spuren - etwa Telefongespräche über Mobiltelefone zum Tatzeitpunkt in der Region - ausgewertet.“ Diese Aufgabe nehme allerdings sehr viel Zeit in Anspruch, da sie mit Vernehmungen verbunden sei. Darüber hinaus liefen alle in der Datenbank neu eingestellten Täter durch das passende Raster - deutschlandweit. Kammerer will weiter an die Aufklärung des Gewaltverbrechens glauben: „Wir hoffen und werden weiter alles dafür tun.“

Von Martin Mühlfenzl

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