Idyllisch: Das Gebäude der Montessori-Schule in Niederseeon, das zur Gemeinde Moosach gehört. Foto: Sro

Montessori-Schule will wachsen

Moosach - Die Bildungseinrichtung in Niederseeon erfreut sich großer Beliebtheit - Moosach gibt grünes Licht für Erweiterung.

Die Montessorischule Niederseeon hat sich in den gut 20 Jahren ihres Bestehens von einer kleinen Initiative in Taglaching zu einer angesehenen Schule in idyllischer Lage in der Nähe des Steinsees in Moosach entwickelt. Der Erfolg der Schule und die stetigen Nachfragen nach freien Schulplätzen stellt die Montesssischule vor große Herausforderungen.

„Wir müssen Eltern, die ihre Kinder zum jeweils nächsten Schuljahr anmelden wollen, aufzeigen, dass die Schule eine langfristige Perspektive hat und in jeder Hinsicht, vor allem aber im Blick auf die räumlich-materiellen Gegebenheiten, wettbewerbsfähig bleibt“, so der Geschäftsführende Vorstand Matthias Wilke. Um den dauerhaften Erhalt dieser Wettbewerbsfähigkeit konkreter werden zu lassen, stellte die Montessorischule eine Bauvoranfrage auf Erweiterung um ein Schulgebäude und eine Turnhalle an den Gemeinderat Moosach.

„Wir brauchen endlich und dringend eine eigene Sporthalle und weitere Klassenräume“, berichtete Wilke gegenüber der Ebersberger Zeitung. Eine eigene Turnhalle sei notwendig, weil die sportmotorischen Förderung von Kindern und Jugendlichen einen hohen Stellenwert habe. Die Nutzung von Sporthallen der näheren Umgebung gestalte sich jedoch zunehmend schwierig und sei aus finanziellen, ökologischen und pädagogischen Gründen äußerst unbefriedigend, so Wilke.

Weitere Klassenzimmer benötige die Schule in Hinsicht auf das für die nächsten Jahre geplante, jedoch begrenzte Wachstum auf maximal 250 Schüler. Aktuell besuchen rund 200 Schüler die Montessorischule, die künftig mit fünf Grundstufen à 24 Kindern starten möchte (aktuell sind es vier). Dies sei notwendig, damit auch in den Abschlussklassen 9/10 noch wirtschaftlich rentable und pädagogisch vielfältige Jahrgangsgruppen zustande kommen, erläuterte der Geschäftsführer. Bei den geplanten Erweiterungsmaßnahmen will die Schule „einen über die rechtliche Lage hinausgehenden ästhetischen und ökologischen Maßstab“ anlegen. „Der Erhalt und die weitere Nutzung unserer naturnahen Umgebung auf unserem parkähnlichen Grundstück hat im Rahmen der Pädagogik Montessoris oberste Priorität“, sagte Wilke. Die Gebäude sollten, wenn möglich, so platziert werden, dass keine oder möglichst wenig Bäume gefällt werden müssen.

Das Glonner Bauamt hat keine Einwendungen. Das Grundstück liege zwar baurechtlich im Außenbereich, die Neubauten seien jedoch an diesen Schulstandort gebunden. Empfohlen wird eine kompakte zusammenhängende Bebauung um den Außenbereich zu schonen. Verkehrsmäßig sei die Schule an die Gemeindeverbindungsstraße angebunden, im Zuge der Genehmigung sei zu klären, ob die private Kleinkläranlage ausreichend dimensioniert sei.

Keine Einwände hatte auch der Gemeinderat, jedoch bestand Gemeinderat Willi Mirus (AMB) auf eine Rückbauverpflichtung für den Träger, für den Fall, dass es die Schule nicht mehr gibt.

„Die Voranfrage ist nur ein allererster Schritt, um abzuschätzen, ob wir an eine Erweiterung überhaupt denken können“, so Montessori-Geschäftsführer Matthias Wilke. Alle weiteren Planungen setzen noch viele Gespräche und Abstimmungen mit allen Beteiligten voraus. Wilke: „Genügend Zeit für viele gute Lösungen.“

Christine Gerneth

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