Start in die Saison langsam angehen lassen

Nicht nur die Maschine, sondern auch der Fahrer benötigt einen kleinen Check. „Nach der Winterpause sollten Motorradfahrer es erst langsam angehen lassen, um sich allmählich wieder an die Gesetzmäßigkeiten auf zwei Rädern zu gewöhnen“, sagt Achim Kuschefski vom Institut für Zweiradsicherheit (ifz).

Nach einer längeren Pause seien die Automatismen, die beim Motorradfahren wichtig sind, nicht mehr so eingespielt wie zum Ende der Saison. Das Gefühl für die Maschine ist laut Lenzen noch nicht wieder so ausgeprägt, und auch das Wetter kann zu Beginn der Saison noch zu glatten Straßen führen. Vor der ersten Fahrt kann eine mentale Vorbereitung ebenso helfen: „Das klappt ganz gut, wenn sich der Fahrer auf die aufgebockte Maschine setzt, locker wird, tief atmet und die Lieblingsstrecke einmal im Kopf abfährt“, empfiehlt Lenzen.

Bedenken sollten Motorradfahrer auch, dass viele Pkw-Fahrer sich erst wieder an das erhöhte Zweiradaufkommen gewöhnen müssen. Denn die schmale Silhouette der Biker wird schnell übersehen. Motorradfahrer können dem entgegenwirken, indem sie auffällige und kontrastreiche Bekleidung mit Leuchtstreifen tragen und ihre Fahrweise entsprechend anpassen.

Egal welcher Motorradtyp bewegt wird, egal ob Anfänger oder routinierter Fahrer – ein passendes Sicherheitstraining zum Saisonstart hat noch keinem geschadet“, sagt Kuschefski. Dann sind die Reflexe trainiert, das Gefühl für das Motorrad da, die richtige Selbsteinschätzung und das Bewusstsein für die Gefahren vorhanden. Der ADAC bietet dazu verschiedene Motorradtrainings an. Hilfreich zum Start in die Saison sind aber auch Fahrübungen auf einem Parkplatz. Danach kann es dann zur ersten großen Tour gehen.


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