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Teenager und ältere Herren entdecken das Motorrad neu

Auf der Retro-Welle

Die Motorradbranche in Deutschland boomt. Das Bike ist wieder angesagt. Bei Motorrädern und Rollern gehen die Zulassungszahlen konstant nach oben.

Viele gut betuchte Babyboomer gönnen sich nach der Karriere und dem Auszug der Kinder ab 50 dieses Hobby. Davon profitieren auch die Fahrschulen. In der Stadt „ist die Hauptklientel über 35 und finanziell gesichert“, sagt Rainer Zeltwanger, Vorsitzender des Bundesverbands deutscher Fahrschulunternehmen. Zwischen 2000 und 3000 Euro kostet der Motorrad- Führerschein.

Die Älteren kaufen meist gut ausgestattete Tourenmaschinen, auf denen sie bequem und relativ aufrecht sitzen, wie IVM-Sprecher Achim Marten berichtet. Dafür zahlen sie teils auch den Preis eines Kleinwagens. Die meisten hätten präzise Vorstellungen, auch vom „Image, das sie damit transportieren wollen“. Das meistverkaufte Motorrad ist die schwere Touren-BMW R 1200 GS. Die Konkurrenz greift mit Neuheiten an: Ducati bringt die Multistrada 1200 Enduro mit Assistenzsystemen, 30-Liter-Tank und Drahtspeichenrädern. Triumph zeigt die Tiger Explorer, Honda die neue Version der Fernreise-Legende Africa Twin.

BMW hat im vergangenen Jahr weltweit 137 000 Motorräder verkauft – elf Prozent mehr als im Vorjahr. Nun bringt das Unternehmen ein kleineres Einsteiger-Modell auf den Markt: die G 310R mit 34 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 145 Kilometern pro Stunde.

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