Das „Garmeier-Haus“ in der Münchner Straße. Hier soll die Mittagsbetreuung einziehen.

Mühsame Nähe zu "Frauen für Moosach"

Moosach - Im Prinzip wollten alle das Gleiche. Nur: Vorher mussten die Steine aus dem Weg geräumt werden, die man sich selbst dorthin gelegt hatte.

Bereits 2008 war man sich im Moosacher Gemeinderat einig: Im so genannten „Garmeier-Haus“ in der Münchner Straße 2 sollen im Parterre Räume für die Mittagsbetreuung entstehen. Einer Deckelung der Sanierungskosten auf 30 000 Euro wurde zugestimmt. Darin sind auch Sanierungsmaßnahmen wegen möglicher Belastungen durch Schimmel bzw. Formaldehyd enthalten. 13 500 Euro wurden davon unabhängig zusätzlich für die Erneuerung der Fenster im Haus bereitgestellt.

Nun stellten aber die Gemeinderätinnen der Fraktion „Frauen für Moosach“ einen weiterreichenden Antrag. Kernpunkt: Um Folgekosten besser kalkulieren zu können, forderten sie eine Kostenaufstellung für einen Zeitraum bis zu ca. 15 Jahren. Berücksichtigt werden sollten zudem mögliche Zuschüsse, bzw. KfW-Darlehen. Auch die Kosten für einen eventuellen Neubau sollten auf den Tisch.

Bürgermeister Eugen Gillhuber (CSU) gab zu Beginn der Debatte erst einmal Entwarnung: „Der durchgeführte Schnelltest war positiv. Ob wir aber tatsächlich ganz ohne Belastungen dastehen, wissen wir erst in 14 Tagen. Dem Umbau und der Ausschreibung für die Fenster dürfte somit nichts mehr im Wege stehen“. Da hatte sich der Rathauschef getäuscht, denn der Antrag der „Frauen für Moosach“ ging weiter. Und sie pochten vehement auf ihren Zusatzpunkten. Unterstützung bekamen sie von Norbert Probul (AMB): „Der Ablauf so ist schon gut, aber es hat natürlich schon Sinn bei einem Fenstereinbau zusätzlich eine Außendämmung anzubringen und die Kosten dafür zu eruieren“.

Jetzt gestaltete sich die Sitzung zunehmend zäher. Zum einen wurde die Notwendigkeit der Maßnahmen erkannt, zum anderen wollte man weitere Punkte erst nach und nach abarbeiten, war also erst Recht gegen einen Plan für die nächsten 15 Jahre.

„Das geht doch nicht“, so Irmgard Bumeder (FfM), „wir können schon allein wegen der Zuschüsse hier nicht alles so stückweise abarbeiten“. Gillhuber versprach daraufhin, auch die Kosten für die Außendämmung einzuholen. Gemeinderat und Immobilienfachmann Jürgen Weidlich (CSU) beziffertef die Kosten für einen Neubau aus dem Stegreif auf 600 000 bis 700 000 Euro, was dann allen zu teuer war.

Mühsam näherte man sich schließlich doch mehr und mehr dem Antrag der Frauen, so dass diese der Vorgehensweise „Ausschreibung, Einholung möglicher Fördermittel und Prüfungen energetischer Maßnahmen“ letztendlich zustimmen konnten.

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