Griechenland: Nach Wahlklatsche - Tsipras ruft Neuwahlen aus

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Müllhalde Ebersberger Forst

Ebersberg - Müllsäcke, sperrige Küchenplatten, sogar ganze Sofas: All das landet am Straßenrand, auf Parkplätzen oder im Wald. Die Kosten für die Entsorgung der illegalen Ablagerungen sind erheblich. Aber das stört die Täter nicht.

"Ich hätte ja Angst, dass ich erwischt werde, aber viele haben gar kein Unrechtsbewusstsein", so Frank Plate von der Straßenmeisterei Ebersberg. Seine Mitarbeiter sind derzeit in ihren orangen Schutzwesten in Sachen Frühjahrsputz unterwegs. Und da kommt Einiges an Abfall zusammen. Verständlich ist noch, dass beispielsweise nach einem Unfall im Straßengraben der Trasse durch den Forst eine Stoßstange oder andere Autoteile liegen bleiben. Doch die Arbeiter finden auch jede Menge Sperrmüll. Rund 28 000 Euro kostete das Entsorgen des Mülls in den Bereichen Ebersberg und Wasserburg im vergangenen Jahr. Für die aktuelle Frühjahrsreinigung wird genau Buch geführt. Die Rechnung wird anschließend über das Landratsamt denjenigen Gemeinden präsentiert, auf deren Grund der Dreck gefunden wurde.

Ein besonders drastisches Beispiel hat Plate aus seiner Zeit, als er noch an der Autobahn arbeitete. Damals hatte jemand neben der Straße drei Tonnen Fisch abgeladen. Sehr bald habe der Fisch zu stinken angefangen. Autofahrer hätten die Straßenmeisterei informiert. Es sei schwer gewesen, eine Firma zu finden, die den Fisch fachgerecht entsorgen konnte.

Von Autofahrern und Spaziergängern gehen auch bei der Straßenmeisterei Ebersberg regelmäßig Meldungen über wilde Müllablagerungen ein. "Im Durchschnitt zwei mal die Woche", so Plate. Schlimm sei die Situation an den Parkplätzen, auf denen Mülltonnen aufgestellt sind. Eigentlich sind die nur für so genannten Reiseabfall gedacht. Dort werde aber auch ganz normaler Hausmüll entsorgt. "Wenn in der Tonne kein Platz mehr ist, dann liegt der Abfall eben daneben." Und Plate hat noch eine Beobachtung gemacht: Dort, wo schon Müll liegt, wird auch immer mehr dazu abgelagert. Deshalb heißt es bei entsprechenden Vorfällen schnell handeln.

Diese Erfahrung hat auch Harald Loher vom Forstbetrieb Wasserburg gemacht, der zuständig für den Ebersberger Forst ist. Vom alten Weihnachtsbaum bis hin zum Sofa lande Müll im Wald, "leider immer wieder". Da der Forst keiner Gemeinde, sondern direkt dem Landkreis zugeordnet wird, sei das Landratsamt für die Entsorgung zuständig. Die kosten trage dann die Allgemeinheit.

Müllsündern kann durchaus ein Bußgeld drohen. "Wir schalten auch die Polizei ein", so Frank Plate. Eine abschrechende Wirkung habe das aber leider meist nicht.

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