Viel Platz auf der Tribüne: Ein Teil der rund 350 Schüler auf den Sitzbänken in der Aula der Realschule Poing. foto: dziemballa

"Musterbeispiel für Bayern": Minister Spaenle eröffnet neue Realschule Poing

Poing - Nun hat die Realschule Poing den offiziellen Segen von oben: Kultusminister Ludwig Spaenle eröffnete am Dienstag den Neubau, und fast hatte es den Anschein, als würde er am liebsten für immer hier bleiben.

In der benachbarten Grund- und Mittelschule fiel am Dienstag der Unterricht aus, wegen Asbestverdachts (wir berichteten) - und auch die Schüler der Realschule hatten am Vormittag unterrichtsfrei. Grund: Der offizielle Festakt, mit dem das neue Gebäude in Betrieb genommen wurde.

Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) schwärmte in höchsten Töne von diesem Gebäude mit seiner hochmodernen Ausstattung: "Ein Musterbeispiel für Bayern!" Die Realschule, die vor zwei Jahren in Modulen gestartet war und jetzt mittlerweile 350 Schüler in den Jahrgangsstufen 5, 6 und 7 hat, verfügt unter anderem über multifunktionale Tafeln ("White Boards") und hat sogar eine eigene App fürs Handy. Begeistert von den Eindrücken sagte Spaenle: "Das hier ist ein wunderbares Schulgebäude, das mehr ist als ein Unterrichtsort; hier wächst eine Schulfamilie zusammen."

Diejenigen, an die das Lob gerichtet war, bewiesen, wie schön und abwechslungsreich Schule sein kann. Die Klasse 6c zum Beispiel hat sich als Chor zusammengetan und beim Festakt bestens gestimmt das Lied "Echt" der Gruppe Glasperlenspiel gesungen. Bravo!

Die Percussion-Gruppe der Realschule trommelte sauber und hingebungsvoll ihr Stück "Die guten Geister beschwören" und erntete zurecht Jubel- und Beifallstürme. Die Tanzgruppe der Realschule Poing zeigte eine sauber einstudierte Choreographie, undundund. Selten hat man sich bei einem Festakt so auf die Aufführungen zwischen den Reden gefreut.

Ludwig Spaenle beobachtete das Treiben von der ersten Reihe aus mit Begeisterung, klatschte laut, wippte bei der Musik im Takt mit den Füßen und staunte über Schülersprecherin Chantal Laszlo, die routiniert und charmant durchs zweistündige Programm führte.

Von Anfang bis zum Ende hatten die "guten Geister" (als solche bezeichneten Schulleiter Matthias Wabner und seine Stellvertreterin Sylvie Schnaubelt die Schüler und Lehrer) ihr Fest in der Hand. Draußen, vor dem Gebäude, betätigten sich Schüler als Parkeinweiser; an der Tür begrüßten Schüler jeden Gast per Handschlag, drinnen kümmerten sich andere Schüler um die Garderobe. Und die Technik auf der Bühne sowie den Umbau zwischen den einzelnen Aufführungen erledigten ebenfalls Schüler - alle mit einem stolzen Lächeln und Gesichtsausdruck, es sah nicht so aus, als wäre einer der Kinder und Jugendlichen dazu gezwungen worden.

von Armin Rösl

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