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Ahmed Ali (22) aus Ebersberg kann vorerst bleiben. 

Das steht im Asyl-Bescheid 

Integrierter Azubi darf vorerst bleiben! Sein Anwalt: Begründung ist paradox

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Warum der 22-jährigen Azubi aus Ebersberg erst mal nicht abgeschoben wird, obwohl sein Asylantrag abgelehnt wurde.

Ebersberg – Der Fall von Ahmed Ali aus Ebersberg berührt viele Menschen. Der Asylantrag des 22-Jährigen aus Somalia wurde abgelehnt, er sollte, so hieß es, abgeschoben werden. Doch wie der Anwalt Alis, Florian Haenisch, bestätigt, ist es unwahrscheinlich, dass er nach Somalia zurückgebracht wird. Mit dem Ablehnungsbescheid des Bundesamts habe Ahmed Ali ein momentanes Abschiebungsverbot zugesichert bekommen.

Somalia sicher genug oder zu gefährlich?

Die Begründung sei paradox, kritisiert Haenisch, weil es das Gegenteil der Argumentation ist, weshalb der 22-Jährige kein Asyl bekomme. Der Grund der Ablehnung des Asylantrags sei, dass es in Somalia sichere Gebiete gebe, in denen er leben könnte. Der Grund des Abschiebungsverbots hingegen besage, dass Ahmed Ali in Somalia durch die aktuelle Lage gefährdet sei und deshalb nicht dort hin könne. „Das Abschiebungsverbot könne jederzeit widerrufen werden“, erklärt Haenisch. Sobald das Auswärtige Amt die Lage anders bewertet, müsste Ali zurückkehren.

Einen Kommentar zum Thema Integration von Flüchtlingen lesen Sie hier: An die Fakten halten

Hängepartie bis zum 7. März

Freunde unterstützen Ahmed Ali. Er sei bereits sehr gut integriert, spreche Deutsch, mache eine Ausbildung in einem Autohaus und engagiere sich für das Gemeinwohl, sagt Pfarrer Felix Leibrock, Leiter des evangelischen Bildungswerkes in München. Der 22-Jährige ist beim TSV Grafing und im Integrationstheater des alten Kino in Ebersberg aktiv, und tritt im „Circus der Herzen“ in München auf. 

Am 7. März soll das Verwaltungsgericht München (nicht, wie erst angesetzt am 31. Januar) prüfen, ob die Ablehnung des Asylantrags rechtens ist.

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