Trotz Hochwasser: Vater fährt mit zwei jungen Töchtern mit Schlauchboot auf Isar - es geht böse aus

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23.12.15Kreisstraße EBE 13 bei Bruck; Lkr. EBEVerkehrsunfall: Schulbus gg. Pkw; ca. 10 Verl.Foto: Thomas Gaulke, 81669 München; Tel: 0172/8606334
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Der erneute Unfall eines Schulbusses hat die Debatte zur Gurtpflicht und Sitzplatzgarantie befeuert.

Nach den Schulbusunglücken

Huber schlägt gestaffelten Unterrichtsbeginn vor 

  • Josef Ametsbichler
    vonJosef Ametsbichler
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Landkreis - Der erneute Unfall eines Schulbusses, bei dem am letzten Schultag vor Weihnachten drei Kinder, der Busfahrer und eine Autofahrerin verletzt wurden, hat die Debatte zur Gurtpflicht und Sitzplatzgarantie in Schulbussen befeuert.

Der Grafinger CSU-Landtagsabgeordnete Thomas Huber schlägt nun vor, den Unterrichtsbeginn an den Schulen zeitlich zu staffeln. „Hierdurch können vorhandene Sitzplatzkapazitäten vor dem morgendlichen Unterrichtsbeginn mehrfach genutzt werden“, schreibt Huber. Im Klartext heißt das: Würden die Schüler in mehreren Fahrten hintereinander befördert, gäbe es für alle mehr Platz und damit auch mehr Anschnallmöglichkeiten im Bus. Die Schulen müssten dem mit flexibleren Unterrichtszeiten entgegen kommen.

Wolfgang Michalke, stellvertretender Schulamtsleiter in Ebersberg, hält einen gestaffelten Unterrichtsbeginn für „organisatorisch nicht leistbar“. Die Stundenpläne seien „dermaßen komplex“, da beispielsweise mit Lehrkräften geplant werden müsse, die ihre Fächer an mehreren Schulen unterrichten. Eine zeitliche Staffelung sei daher mit enormen Schwierigkeiten verbunden. Sollten einzelne Schulen dennoch diesen Aufwand leisten wollen, spreche „rein juristisch nichts dagegen. Wenn die Schule das mit dem Elternbeirat und den Sachaufwandsträgern hinbekommt“, ist Michalke dennoch skeptisch.

Thomas Huber regt ferner an, für Verträge zwischen den Schulbusunternehmen und dem Landkreis bzw. den Gemeinden eine Sitzplatzgarantie zu prüfen. Im Gegensatz zum öffentlichen Nahverkehr sei dies für Schulbuslinien möglich. Huber schränkt aber ein, dass dies „unter Abwägung der örtlichen Verhältnisse und der finanziellen Leistungsfähigkeit der beteiligten Stellen“ entschieden werden müsse. Sprich: Ob solche Verträge bezahlbar sind, ist unklar.

In seiner Stellungnahme setzt Huber daher auf mehr Sensibilisierung: Fahrerseminare und Schulwegtraining für die Kinder sollen für mehr Achtsamkeit sorgen. Ausgebildete Schüler könnten darüberhinaus als „Schulbuslotsen“ auf rücksichtsvolles Verhalten achten.

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