Nachbarschaftshile erlebt ein hartes Jahr

Oberpframmern - „Es war ein anstrengendes Jahr“, zog jetzt Annette Bayer Bilanz. Sie ist Einsatzleiterin der Nachbarschaftshilfe Oberpframmern. In ihrem Tätigkeitsbericht zur Jahreshauptversammlung verwies sie auf 665 Einsatzstunden im Jahr 2008.

„Das sind ein Drittel mehr als im Jahr zuvor“, so Bayer. Die 43 ehrenamtlichen Helfer des Vereins legten dabei rund 3000 Kilometer zurück.

Der Verein bietet u.a. Betreuung von älteren und kranken Menschen, Fahrdienste, zum Beispiel zum Arzt, Einkaufshilfen und Kinderbetreuung an, wenn beispielsweise die Mutter krank ist. Dazu kommen Hilfen bei Behörden-Angelegenheiten.

Im vergangenen Jahr wurde der Service „Essen auf Rädern“ eingeführt. Zwei Vereinsmitglieder haben sich bereit erklärt, ganz unproblematisch für Betreute mitzukochen und das Essen dann vorbeizubringen. „Bisher wurde das aber noch nicht nachgefragt“, so Bayer.

Der Verein leiht zudem unentgeltlich Pflege-Hilfsmittel wie Rollstühle oder Rollatoren aus. „Da sind wir im Notfall schneller als die Krankenkassen“, so Bayer. Neu angeschafft wurde auch ein weiteres Krankenbett. Hintergrund sind neue gesetzliche Vorschriften. Eines der bisherigen Betten konnte umgerüstet werden, bei einem anderen Krankenbett war das nicht mehr möglich. „Das mussten wir verschrotten.“

Die Nachbarschaftshilfe Oberpframmern wurde als Helferkreis 1989 gegründet, seit 1990 ist die Organisation ein eingetragener Verein. 17 engagierten Helfern gab es damals. Acht von ihnen wurden nun bei der Jahreshauptversammlung geehrt.

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