Schon nächste Woche werden in das „Haus Leonhard“ an der Landshuter Straße 30 Asylbewerber einziehen. Am heutigen Freitag werden die Anwohner informiert. foto: dul

"Haus Leonhard"

Nächste Woche kommen 30 Flüchtlinge

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Pliening - Das ehemalige „Haus Leonhard“ in Pliening wird für zwei Jahre zum Asylbewerberheim.

Zusätzlich zur Traglufthalle, die im Laufe des März in Betrieb gehen soll, gibt es ab nächster Woche eine weitere Unterkunft für Asylbewerber in Pliening. Wie das Landratsamt am Donnerstag mitteilte, wird das ehemalige „Haus Leonhard“ an der Landshuter Straße (in Richtung Neufinsing) als Asylbewerberheim dienen. Dort werden 30 Flüchtlinge unterkommen, informiert die Kreisbehörde. „Die Katholische Jugendfürsorge, der bisherige Mieter, ermöglicht kurzfristig den Einzug für eine Dauer von bis zu zwei Jahren“, heißt es in der Pressemitteilung von Donnerstag.

Schon nächste Woche sollen die Asylbewerber in das Haus - eine ehemalige Pension - einziehen, informiert das Landratsamt. Plienings Bürgermeister Roland Frick und Mitarbeiter der Kreisbehörde werden am heutigen Freitag die Nachbarn im direkten Umfeld persönlich informieren, teilt Sprecherin Evelyn Schwaiger mit. „Wer nicht angetroffen wird, findet ein Schreiben mit den entsprechenden Informationen in seinem Briefkasten.“

Private Unterkünfte weiter dringend gesucht

Die im Landratsamt für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständige Abteilungsleiterin Stefanie Geisler erläutert, warum das „Haus Leonhard“ zum Asylbewerberheim wird: „Trotz der in Planung befindlichen Traglufthalle sind wir aufgrund der wöchentlichen Zuweisungen von Asylbewerbern dringend auf private Angebote wie dieses angewiesen.“ Weitere Unterkunftsangebote lägen derzeit für das Gemeindegebiet Pliening nicht vor.

Wie berichtet, lässt der Landkreis Ebersberg in diesen Wochen zwei Traglufthallen mit jeweils Platz für bis zu maximal 300 Personen errichten. Eine neben dem Plieninger Sportplatz, die zweite in Grub. Die Notunterkunft in Pliening ist auf 268 Asylbewerber ausgerichtet, die in voneinander abgetrennten Räumen mit jeweils sechs Betten untergebracht werden. Ein Caterer versorgt die Menschen dreimal am Tag mit Essen. Es gibt einen großen Aufenthaltsbereich, Sanitär- und Waschräume, einen Gebetsraum sowie Büros für Mitarbeiter des Landratsamtes.

Armin Rösl

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