Ein Netzwerk zum Wohle der Schüler

Vaterstetten - Vor zehn Jahren wurde in Vaterstetten eine Idee geboren. Bei einem von der Lokalen Agenda 21 veranstalteten Runden Tisch zum Thema „Jugend und Umfeld“ trafen sich damals Vertreter aller Schulen, Vereine, Betreuungseinrichtungen sowie interessierte Eltern zum Erfahrungsaustausch. Was daraus wurde:

Schnell wurde klar: Zwischen den einzelnen Schulen der Gemeinde bestand bis dato wenig bis gar keine Kommunikation. Das sollte sich fortan ändern, die „Initiative Netzwerk Schule Vaterstetten“ war geboren und feiert heuer ihr zehnjähriges Bestehen.

Beim ersten Netzwerk-Treffen mit Lehrern und Elternbeiräten aus allen Schulen der Gemeinde sowie den Initiatorinnen Angela Neunert, Beate Milde-Schmitz, Monika Föller, Regina John und Ute Schneider-Maxon wurde das gemeinsame Ziel defininiert: Die Zusammenarbeit aller Schulen am Ort zu stärken und zu unterstützen zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. Es bildeten sich Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themenbereichen, etwa zum Thema Übertritt an weiterführende Schulen, Konfliktprävention und -bewältigung, Ganztagsschule, Schulfördervereine sowie die sogenannte „Elternschule“.

„Bei jedem Treffen planen und organisieren wir schulübergreifende Aktionen und Veranstaltungen, koordinieren die Arbeit der Themengruppen und besprechen aktuelle Themen“, sagt Ute Schneider-Maxon. „Häufig werden auch Gäste eingeladen, etwa Jugendbeauftragte oder Anbieter von Seminaren, die zur Thematik passen.“ Einige Vorträge erfreuen sich so großer Beliebtheit, dass sie mittlerweile jährlich angeboten werden, zum Beispiel zu den Themen Dyskalkulie, Legasthenie oder Jugendschutz im Internet. In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule gibt es Vorträge zu Fragen, die Lehrer und Eltern beschäftigen, wie etwa Mobbing oder Gewalt.

Worauf sind die Initiatorinnen besonders stolz? „Das Wichtigste ist wohl, dass sich die Eltern- und Lehrerschaft der unterschiedlichen Schularten - Grundschule, Hauptschule, Realschule und Gymnasium - kennengelernt hat“, ist Schneider-Maxon überzeugt. „Damit meine ich nicht nur die soziale Komponente, sondern auch die verschiedenen Arbeitsweisen und Lerninhalte. Die Lehrer hospitieren regelmäßig in anderen Schulen, Termine werden aufeinander abgestimmt und Veranstaltungen gemeinsam ausgewählt.“ Dieses Zusammenwirken sei als umso wertvoller einzuschätzen, als Elternbeiräte naturgemäß einer starken Fluktuation unterlägen und auch die Lehrerschaft sich immer wieder mal ändere. So sei der Runde Tisch immer wieder von Neuem wichtig, um die Kontakte herzustellen und zu pflegen. Stolz ist Schneider-Maxon aber vor allem auf die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Sonst wäre unsere Arbeit nicht so erfolgreich“.

Das zehnjährige Jubiläum möchte das Netzwerk mit einer ganz besonderen Veranstaltung feiern: Am 29. Juni kommt Prof. Dr. Manfred Spitzer von der Universität Ulm nach Vaterstetten und hält einen Vortrag zum Thema „Lernen: Gehirnforschung für die Schule“.

Von Susanne Edelmann

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